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Sexualisierte Gewalt: Was tun Schweizer Männerorden dagegen?

Im «Perspektiven»-Schwerpunkt beleuchten wir die besonderen Umstände von Ordensgemeinschaften, wenn es um Missbrauch geht und fragen, welche Massnahmen zur Prävention und Aufarbeitung getroffen werden. In dieser Folge liegt der Fokus auf Männergemeinschaften.

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Die Pilotstudie zu sexualisierter Gewalt und spirituellen Übergriffen im Kontext der römisch-katholischen Kirche hat die Schweizer Ordensgemeinschaften überrumpelt. Sie hatten nicht mit diesem Ausmass von Fällen gerechnet. Denn: Zum Thema gibt es kaum Forschung. Wenige Ausnahmen sind Ordensgemeinschaften, die auch Schule führen wie in Einsiedeln und bereits ab den 2010ern in die Schlagzeilen gerieten. Sie entwickelten erste Schutzkonzepte und Präventionsmassnahmen.

Dank Betroffenen und durch medialen Druck wurden ab 2023, nach Veröffentlichung der Pilotstudie, neue Fälle sexualisierter Gewalt aufgedeckt. Vor allem das prestigeträchtige Kloster St. Maurice stand monatelang in den Schlagzeilen. Der Druck wurde so hoch, dass das Kloster eine eigene wissenschaftliche Studie in Auftrag gab. Die Ergebnisse: Erschütternd. Und sie zeigen auch, das bis in die jüngste Vergangenheit Täter gedeckt wurden.

Mit Blick in Gegenwart und Zukunft fragt sich: Wie steht es um die Präventionsmassnahmen in Ordensgemeinschaften? Welche kirchenrechtlichen Möglichkeiten und Pflichten gibt es für Klöster, mit mutmasslichen oder verurteilten Tätern umzugehen? Eine Auslegeordnung in «Perspektiven», u.a. mit der Soziologin Lorraine Odier und der Kirchenrechtlerin Astrid Katpijn, beide von der Universität Freiburg.

Es ist die zweite Sendung des Schwerpunkts zur sexualisierten Gewalt in Schweizer Klöstern und Orden.


Autorinnen: Léa Burger und Nicole Freudiger

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