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27.03.2026, 11:08 Uhr Kräuter mit Anisnote

Kerbel, Dill und Estragon bringen ab März ihre feine Anisnote in den Garten. Wer gestaffelt aussät und die Pflanzen richtig pflegt, erntet aromatische Kräuter vom Frühling bis in den Sommer.

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Kerbel
Kerbel (Anthriscus cerefolium) ist ein typisches Frühlings-Küchenkraut: Er wird im März und April ausgesät und bereits nach acht Wochen beginnt die Ernte.

Tipps für eine reiche Ernte:
• Alle zwei Wochen neu aussäen, so kann fortlaufend geerntet werden.
• Wenn es ihm gefällt, sät sich Kerbel auch von selbst aus – die jungen Pflanzen erscheinen bereits im Herbst und überwintern problemlos.


Dill
Auch Dill (Anethum graveolens) wird ab März ausgesät, jedoch bis in den Juni hinein.

Wichtig zu wissen:
• Stets frisches Saatgut verwenden – ältere Samen keimen kaum noch.
• Dill hat eine lange Keimdauer von etwa drei Wochen: den Einmachglas-Trick anwenden!
• Blühender Dill lockt Schwebfliegen in den Garten, sie sind Nützlinge, denn ihre Larven jagen Blattläuse.
• Dill lockt den Schwalbenschwanz an, dieser prächtige Schmetterling legt bevorzugt seine Eier auf Dillblätter ab.
• Dill schätzt einen schattigen Wurzelbereich – deshalb ist er ein idealer Mischkulturpartner für Kohl, Gurken und Mais.


Estragon
Es gibt verschiedene Estragonsorten:
- Der französische Estragon ist aromatisch, aber frostempfindlich.
- Der deutsche Estragon wächst besonders kräftig.
- Der russische Estragon schmeckt herb und ist sehr winterhart ist.

Die abgestorbenen Stängel des Estragons (Artemisia dracunculus) werden im Frühling bodennah zurückgeschnitten.

Gut zu wissen:
• Estragon wandert gerne im Kräuterbeet umher: Den Stock alle 2–3 Jahre ausgraben, teilen und an einen neuen Standort setzen – so bleibt er vital und gesund.
• Nach dem Rückschnitt mit Kompost- oder Kräutererde nähren.

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