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Judith Kohlenberger ist promovierte Kulturwissenschaftlerin und Migrationsforscherin
zvg/Christian Lendl
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Judith Kohlenberger: «Die grossen Fluchtbewegungen kommen noch»

Die Schweiz bereitet sich auf eine Rekordwelle von Flüchtlingen vor, der grössten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Überhaupt steigen die Asylanträge in ganz Europa. Dieser Trend werde anhalten, sagt Fluchtforscherin Judith Kohlenberger. Sie ist zu Gast im «Tagesgespräch».

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Die Schweiz erlebt aktuell eine Flüchtlingssituation wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Der Bund vergleicht die Lage sogar mit dem Zweiten Weltkrieg. Das Staatssekretariat für Migration rechnet damit, dass die Schweiz in diesem Jahr über 100'000 Menschen aufnehmen wird.

Über 70'000 Menschen sind bisher vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine in die Schweiz geflüchtet und haben den Schutzstatus S beantragt. Hinzu kommen immer mehr Asylsuchende aus klassischen Herkunftsländern. Die Herausforderungen für die Schweiz sind riesig.

Überhaupt ist ganz Europa mit fast fünf Millionen Vertriebenen Schauplatz der grössten Flüchtlingsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg. Dieser Trend werde anhalten, sagt Fluchtforscherin Judith Kohlenberger. Umso klüger wäre es, die Widersprüche unserer aktuellen Flüchtlingspolitik zu lösen, schreibt sie in ihrem neuen Buch »Das Fluchtparadox«.

Judith Kohlenberger ist Migrationsforscherin an der Wirtschaftsuniversität Wien. Im Herbst 2015 war sie an der europaweit ersten Studie zur grossen Fluchtbewegung beteiligt. Sie ist zu Gast bei David Karasek.

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