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René Buholzer ist Geschäftsführer von Interpharma, des Verbandes der forschenden Pharmaindustrie in der Schweiz.
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René Buholzer: Braucht die Schweiz eigenen Impfstoff?

In Rekordzeit hat die Pharmaindustrie Impfstoffe entwickelt. Die Produktion und Verteilung harzt nun. Firmen wollen die Patente nicht abgeben, produzierende Länder verhängen Exportverbote. Welche Lösungen braucht es da? René Buholzer ist Geschäftsführer von Interpharma und Gast im Tagesgespräch.

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Gute und weniger gute Nachrichten wechseln sich in der Pharmabranche momentan fast täglich ab – in Rekordzeit waren Impfstoffe entwickelt, bald traten Nebenwirkungen bei AstraZeneca auf – nun beim Impfstoff von Johnson und Johnson. In Ländern, in denen bereits viel geimpft wurde, gibt es deutlich weniger Corona-Kranke, Moderna hat die Wirksamkeit seines Wirkstoffes aber soeben von 94 auf 90 Prozent gesenkt, als Ursache werden die neuen Mutanten vermutet. Auch in der Produktion läuft nicht alles rund: Der Impfstoff ist ein rares Gut, vor allem arme Länder fordern die Freigabe der Patente. Indien oder die USA schotten ihre Produktion ab, und exportieren keine Impfdosen mehr. Was bedeutet dies für die Pharmabranche, vor allem auch für das Pharmaland Schweiz? Hat sich die Schweiz ins Abseits manövriert? Geling der Wiedereinstieg ins Geschäft und wäre es sinnvoll, die Impfstoffproduktion wieder selbst in die Hand zu nehmen, so wie früher, als die Schweiz Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Sars entwickelte und produzierte? Antworten darauf gibt René Buholzer, er ist Geschäftsführer von Interpharma, des Verbandes der forschenden Pharmaindustrie in der Schweiz. Buholzer Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.