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Osteuropa-Experte Ruprecht Polenz.
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Russland im Krieg oder Frieden?

Der russische Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine sei ein Spiel mit dem Feuer, sagt der ehemalige hochrangige deutsche Politiker und Osteuropa-Experte Ruprecht Polenz. Doch ein Krieg lasse sich verhindern, wenn man jetzt geschickt handle.

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Russland lässt Truppen an der Grenze zur Ukraine aufmarschieren. Von 100'000 bis 120'000 Soldaten ist die Rede, je nach Schätzung und je nach Rechnungsart, und von Hunderten von Panzern. Die Ukraine ist höchst alarmiert, der ukrainische Aussenminister sagte, Russland könne jederzeit beginnen zu schiessen. Befürchtungen gibts auch aus Polen und den baltischen Staaten. Die USA warnen inzwischen Russland eindringlich. Der russische Präsident Putin seinerseits macht die Nato für die Spannungen mit der Ukraine mitverantwortlich. Und der russische Regierungssprecher erklärte, die Ukraine habe mehr als 120 000 Soldaten im Donbass zusammengezogen. Man sei „ernsthaft besorgt darüber. Das lasse befürchten, dass die Führung in Kiew versuchen könnte, den Konflikt mit den Separatisten militärisch zu lösen, was «sehr gefährlich» sei. Auch Nuklearwaffen könnten ins Spiel kommen.

Und für den Konfliktfall droht sich auch Belarus auf die Seite Russlands zu stellen. Ruprecht Polenz war Abgeordneter des deutschen Bundestags, er war CDU-Generalsekretär und bis 2013 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Heute ist er Präsident der renommierten Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, DGO, und setzt sich als solcher für die Osteuropaforschung in Deutschland ein.
Die DGO ist der größte Verbund der Osteuropaforschung im deutschsprachigen Raum. Sie ist ein Forum zur Diskussion von Politik, Wirtschaft und Kultur in Ostmittel- und Osteuropa, vermittelt Wissen über und Kontakte nach Osteuropa und fördert den europäischen Dialog. Die über 800 Mitglieder der DGO kommen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur. Die DGO ist ein überparteilicher gemeinnütziger Verein und wird gefördert vom deutschen Auswärtigen Amt.

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