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Schweizer Frauen verabschieden polnische Internierte, die nach Kriegsende das Land verlassen.
KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Milou Steiner
abspielen. Laufzeit 57:33 Minuten.
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Gefängnis fürs Händchenhalten mit polnischen Internierten

Im Zweiten Weltkrieg waren in der Schweiz etwa 12'000 polnische Soldaten interniert. Sie bauten Strassen, hoben Weiher aus und machten den Frauen schöne Augen. Und obwohl der Kontakt zwischen den Internierten und Schweizer Frauen verboten wurde, entstanden in dieser Zeit viele Kinder. 

Zwei von diesen Kindern erzählen im Treffpunkt von der verbotenen Beziehung ihrer Eltern und ihrer schwierigen Spurensuche. Und die Historikerin May B. Broda erzählt über die Hintergründe eines Stückes Schweizer Geschichte, das bis heute nicht lückenlos aufgearbeitet wurde.

Hintergrund dieses Treffpunkts ist ein Zeitzeugenaufruf von SRF zu Erlebnissen rund um das Kriegsende vor 75 Jahren. Dabei zeigte sich, das die Erinnerungen an die polnischen Internierten, die Bauwerke die sie für die Schweiz erstellten und ihre Beziehungen zu Schweizerinnen noch sehr präsent sind. 

Im Rahmen des SRF Schwerpunkts 1945 hat darum auch die Sendung Zeitblendevon SRF 4 News das Thema vertieft.

Buchhinweise

Madeleine Schadegg-Rück: «Spuren: Von einer Vatersuche und Millionen nahtlosen Strümpfen / Eine Lebensgeschichte». Schadegg, 2014.

Marie-Isabelle Bill: «Interniert: Polnisch-schweizerische Familiengeschichten». Chronos, 2020.