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18.04.2026, 09:12 Uhr Mit künstlichen Gletschern dem Klimawandel trotzen?

Der Klimawandel verändert die Gletscher. Das Schmelzwasser erreicht die Dörfer immer später – zu spät für die Bewässerung der Felder im Frühling. Eine Lösung sind künstliche Gletscher, sogenannte Eisstupas: Riesige Eiskegel, die im Winter gebaut werden und im Frühling rechtzeitig Wasser liefern.

Legende: Vor dem Dorf platziert, liefern die Eisstupas Wasser für die Felder. Bild: Shutterstock\Naveen Macro

Im Norden Indiens, auf rund 3500 Metern Höhe, sind viele Dörfer stark von Gletschern abhängig. Regen fällt dort kaum – das Schmelzwasser von Schnee und Eis ist die wichtigste Wasserquelle für die Landwirtschaft. Doch der Klimawandel verändert dieses System: Gletscher ziehen sich zurück und beginnen später zu schmelzen. Das Wasser erreicht die Dörfer oft erst im Mai oder Juni – zu spät für die Bewässerung der Felder im Frühling.
Um dieses Problem zu lösen, haben die Menschen vor Ort eine kreative Idee umgesetzt: künstliche Gletscher, sogenannte Eis Stupas. Im Winter wird Schmelzwasser über Rohre in die Nähe der Dörfer geleitet, wo es bei grosser Kälte gefriert und riesige Eiskegel bildet. Diese dienen als Wasserspeicher, schmelzen im Frühling früher als die natürlichen Gletscher und liefern rechtzeitig Wasser für die Felder.
Die Idee hat inzwischen auch die Schweiz erreicht. In Pontresina oder Guttannen haben Forschende Eisstupas gebaut, um sie besser zu verstehen.




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