Die Sportart boomt, sagt Lionel Mattmüller von SRF Sport. Einerseits ist American Football weltweit extrem beliebt – bis zu 200 Millionen Menschen schauen das NFL-Finale im Fernsehen. Andererseits steht der sogenannte Tackle Football wegen seiner hohen Verletzungsgefahr, insbesondere durch Hirnerschütterungen, zunehmend in der Kritik. Flag Football setzt genau hier an: Statt den Gegner zu tackeln, zieht man ihm kontaktlos eine Flagge vom Gürtel.
Flag Football ist wie American Football – einfach ohne Körperkontakt.
Zusätzlichen Auftrieb erhält die Sportart durch ihre Aufnahme ins olympische Programm 2028 – vorerst einmalig, aber mit grosser Wirkung. Der Boom schwappte von den USA nach Europa, bis in die Schweiz zu Vereinen und Schulen. «Flag Football ist wie American Football – einfach ohne Körperkontakt», so Lionel Mattmüller.
Schnuppertraining für alle
Wer Flag Football ausprobieren möchte, kann dies unkompliziert tun: Viele Clubs bieten Schnuppertrainings für Kinder und Jugendliche an.
«Bei uns sind alle willkommen – unabhängig von Geschlecht, Grösse oder Tempo», sagt Philipp Gasser, Coach der U11 und U13 der Winterthur Warriors. Wegen der Verletzungsgefahr bieten viele Clubs, so auch die Winterthur Warriors, für den Nachwuchs «nur» Flag Football an.
Der zwölfjährige Liam ist begeistert: Ihm gefallen vor allem der starke Teamgeist und die gemeinsame Freude über Erfolge. Flag Football sei sehr taktisch – einfach drauflosspielen funktioniere nicht. Etwas mehr Spontanität habe er zwar vermisst, doch genau das mache den Reiz des Spiels aus.