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«SRF Kids in der Schule» Hier sprechen wir Rätoromanisch: Willkommen im Engadin!

Die 6. Klasse aus Scuol (GR) redet in der Schule zwar Deutsch – aber auch viel Rätoromanisch. Damit gehört sie in der Schweiz zu einer Minderheit, denn die Sprache ist nur wenig verbreitet. Was Rätoromanisch sonst noch zu einer ganze besonderen Sprache macht, erfährst du hier.

Deine Klasse in den «SRF Kids News»

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Brauner Koffer mit Aufklebern, auf Gehweg vor Wasser.
Legende: SRF Kids / Damian Haas

Du willst, dass auch dein Schulzimmer zur Nachrichtenredaktion wird? Das geht im SRF Medien-Workshop! Ihr wählt selber ein Thema, steht vor der Kamera und seid so ein Teil der «SRF Kids News». Deine Klasse will mitmachen? Hier erfährst du, wie ihr euch anmeldet.

Bun di! (Das heisst «Guten Tag»)

Bei uns in Scuol im Kanton Graubünden sprechen wir die seltenste Landessprache der Schweiz: Rätoromanisch. Bei uns heisst das «Rumantsch». Nur rund 60'000 Personen in der Schweiz sprechen Rätoromanisch – das sind etwa 0.5 bis 0.7 Prozent der ganzen Bevölkerung. Das kann ein Vorteil sein: Wenn wir zum Beispiel in den Ferien sind und wissen, dass uns sehr wahrscheinlich niemand um uns herum verstehen kann!

Malerischer Dorfplatz mit alten Gebäuden, einer Bank und Blumenschmuck.
Legende: SRF Kids / Damian Haas

Aber Achtung – unsere Sprache hat fünf verschiedene Idiome, vergleichbar mit Dialekten. Der Unterscheid zu den Dialekten ist aber, dass wir Leute mit einem anderen Idiom manchmal gar nicht verstehen, weil sie so anders reden als wir.

Eine Sprache, fünf Idiome

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Rätoromanisch ist in fünf regionale Schriftsprachen (Idiome) unterteilt, die jeweils in eigenen Tälern Graubündens gesprochen werden. Ergänzt werden sie durch die 1982 eingeführte einheitliche Dachsprache Rumantsch Grischun.

Die fünf Idiome im Überblick:

  • Sursilvan: Wird im Vorderrhein (Surselva) gesprochen. Es ist das am weitesten verbreitete Idiom.
  • Sutsilvan: Beheimatet am Hinterrhein (Sutselva).
  • Surmiran: Gesprochen im Oberhalbstein und im Albulatal (Surmeir).
  • Puter: Das Idiom des Oberengadins.
  • Vallader: Verbreitet im Unterengadin und im Münstertal (dort als Unterdialekt Jauer bekannt)

Quelle: Lia Rumantscha

Bist du gwundrig, wie unterschiedlich die Idiome wirklich sind? Hier ein paar Beispiele:

So unterschiedlich sind die Idiome

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Kartoffel
Vallader: mailinter
Puter: ardöffel
Surmiran: tartuffel
Sutsilvan: hardefel  
Sursilvan: truffel  

Stuhl
Vallader: sopcha
Puter: s-chabè
Surmiran: soptga
Sutsilvan: sutga
Sursilvan: sutga

Tasse
Vallader: tazza
Puter: tazza
Surmiran: cuppegn
Sutsilvan: scadadiola
Sursilvan: scadadiola

Schmetterling
Vallader: splerin
Puter: chüralla
Surmiran: tschitta
Sutsilvan: bulla
Sursilvan: tschitta

Welche anderen Eigenschaften Rätoromanisch noch besonders machen, kannst du dir in unserem Beitrag für die «SRF Kids News» anschauen. Da zeigen wir dir anhand dieser Karte, wie sich die verschiedenen romanischen Idiome im Kanton Graubünden verteilen:

Linard Martinelli erzählt uns, dass Rätoromanisch eine bedrohte Sprache ist – sie wird immer weniger gesprochen. «Es ist wichtig, dass wir die Sprache auch an die nächste Generation weitergeben, auch wenn wir im Alltag viel Deutsch brauchen.» Linard Martinelli arbeitet für die «Lia Rumantscha», ein Verband, der sich dafür einsetzt, dass Rätoromanisch gefördert wird, sodass die Sprache uns noch lange erhalten bleibt.

Falls du einmal einen Ausflug nach Graubünden machst, kannst du übrigens statt «Hallo!» ganz einfach «Allegra!» sagen – so grüsst man sich auf Rätoromanisch.

Und statt «Tschüss» sagen wir: «a revair!»

Chars salüds da Scuol (Liebe Grüsse aus Scuol)

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Aita, Andrin, Christopher, David, Duarte, Enea, Iris, Mara, Matilda, Nelia, Niculin, Nikola, Sahra, Sofia, Andri, Bianca, Bigna, Chiara, Diogo, Dulce, Gianluca, Giulia, Guilherme, Chiara, Nando und Severin

Gruppe von Schülern posiert auf einem gepflasterten Platz mit Gebäuden im Hintergrund.
Legende: 6. Klasse aus Scuol SRF Kids

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