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«SRF Kids Reporter:in» Wie ist es, mit über 300 Schafen zu leben?

Wie ist es, mit über 300 Schafen aufzuwachsen? Für Amélie (12) ist das ganz normal. Sie kann sich ein Leben ohne Schafe gar nicht mehr vorstellen. Sie zeigt dir einen ganz speziellen Moment im Alltag mit Schafen: den Weidenwechsel.

Über 300 Schafe zu halten bedeutet eine Menge Arbeit. Die Tiere brauchen immer wieder neue Wiesen mit frischem Gras. Sonst ist die Weide schnell leergefressen. Besonders im Frühling herrscht Hochbetrieb auf dem Hof, denn dann kommen viele Lämmer zur Welt: Sie sind klein, wackelig und sehr neugierig.

Amélie (12) und ihre Schwester Fiona (7) posieren mit ihrem Hirtenstock.
Legende: Amélie (12) und ihre Schwester Fiona (7) sind startklar für den Lauf zur neuen Weide. SRF Kids / Sara Siccoli

Ein besonders spannender Moment ist der Weidenwechsel. Dann heisst es: Loslaufen! Alle Schafe ziehen gemeinsam zu einer neuen Wiese. Es blökt, die Glocken klingeln und alles ist in Bewegung.

Komm mit auf die neue Weide!

Das Schaf mit der Brille

Viele der Schafe von Amélies Familie sind sogenannte Spiegelschafe. Diese züchten sie. Das Spiegelschaf ist eine besondere Schweizer Schafrasse. Es ist sofort an seinem Gesicht zu erkennen. Rund um die Augen hat es dunkle Flecken, die wie eine Brille aussehen. Auch die Ohren und die Nase sind dunkel gefärbt. Das Besondere ist, dass auf seiner Stirn keine Wolle wächst. Diese glatte Stelle wird Spiegel genannt – genau davon hat das Spiegelschaf seinen Namen. Wenn die Spiegelschafe noch Babys sind, haben sie oft am ganzen Körper dunkle Flecken. Doch nach der ersten Schur wächst ihre Wolle ganz weiss nach. Nur die dunklen Gesichtsflecken bleiben bestehen. Spiegelschafe sind sehr robust und fühlen sich auch in den Bergen wohl. Die Muttertiere kümmern sich liebevoll um ihre Lämmer und bekommen oft sogar Zwillinge.

Viele Spiegelschafe schauen in die Kamera.
Legende: Einige dieser Schafe sind Spiegelschafe. Du erkennst sie daran, dass sie aussehen, als würden sie eine Brille tragen. Was schauen sie wohl alle an? SRF Kids / Sara Siccoli

Möchtest du mehr über Schafe erfahren? Das Schaf Lorenzo erzählt dir hier etwas mehr über sich:

Amélie kennt die einzelnen Schafe ihrer Herde sehr gut. Dabei hat sie eine Favoritin:

Mein Lieblingsschaf heisst auch Amélie. Du erkennst sie sofort, denn sie sieht nicht aus wie die anderen Schafe. Sie sieht aus wie ein Spiegelschaf ohne Zeichnung, also ganz weiss.
Autor: Amélie (12)
Amélie, das Schaf, schaut in die Kamera.
Legende: Erkennst du Amélie, das Schaf? SRF Kids / Sara Siccoli

Herdenschutzhund vs. Hirtenhund – wer macht was?

Amélies Familie hat verschiedene Hunde mit unterschiedlichen Aufgaben. Ein Herdenschutzhund passt wie ein Bodyguard auf die Herde auf. Er bleibt immer bei den Schafen, auch wenn der Hirte nicht da ist, und vertreibt Eindringlinge. Der Hirtenhund unterstützt den Hirten dabei, die Schafe zu lenken. Er rennt blitzschnell um die Schafe, treibt die Herde in die richtige Richtung und verhindert, dass ein Schaf wegläuft. Er arbeitet eng mit dem Menschen zusammen und gehorcht gut.

Vielleicht fragst du dich, wie man sich richtig verhält, wenn man an einer Schafsherde mit Herdenschutzhunden vorbeiläuft. Wenn du ein entsprechendes Schild siehst, ist es laut Amélie und ihrer Familie am besten, wenn du einen anderen Weg wählst, der nicht an der Schafsherde und den Herdenschutzhunden vorbeiführt. So bleiben die Herdenschutzhunde entspannt. Dies gilt vor allem, wenn du einen Hund dabei hast.

Ein Warnschild, dass eine Schafsherde mit Herdenschutzhunden in der Nähe ist.
Legende: SRF Kids / Sara Siccoli

Dein Abenteuer bei «SRF Kids Reporter:in»

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