Fabiano Alborghetti (geb. 1970) wuchs in Mailand auf und lebt heute im Tessin. Neben seiner literarischen Tätigkeit arbeitet Alborghetti als Kritiker für Literaturzeitschriften und als Fotograf.
Er organisiert verschiedene Festivals im kulturellen Bereich, etwa das Poesie-Festival Poesia Presente. Ausserdem engagiert er sich für Poesieprojekte an Schulen, in Krankenhäusern und Gefängnissen. Sein Roman «Maiser» erhielt den Schweizer Literaturpreis 2018.
Lesetipp
«Maiser» (2017). Fabiano Alborghetti kreuzt zwei Welten miteinander. Da ist einerseits die Geschichte einer italienischen Familie, die in den 1950er Jahren ins Tessin emigriert: Wir sehen ihre Nachkriegsrealität und ihre Suche nach Arbeit. Auf der anderen Seite liegt ein traditionelles Versepos mit sehr eigenwilliger Form und tragischen Helden. Durch die Kombination aus beidem schafft Alborghetti etwas Neues: Ein Schwanken zwischen individuellen Ereignissen und dem grossen Ganzen, zwischen poetischer Sprache und harter Realität. (Lisa Gnirss, SRF Literatur)
Wichtigste Werke
- «Verso Buda». Lieto Colle, 2004.
- «L’opposta riva». Lieto Colle, 2006.
- «Maiser». Aus dem Italienischen von Maja Pflug und Klaudia Ruschkowski. Limmat, 2017.
- «Corpuscoli di Krause». Gabriele Capelli Editore, 2022
- «Il movimento elementare». Gabriele Capelli Editore, 2026