«Chuck Norris hat die Erde einmal getreten, seitdem dreht sie sich», so heisst es. Hier kommen sechs belegte Fakten über das Leben des Action-Stars.
1. Der Ursprung der «Chuck-Norris-Facts»
Es war US-Talker Conan O’Brien, der mit den Chuck-Norris-Witzen anfing: Ab 2004 zelebrierte er die trockenen Sprüche über Norris in seiner Show.
Die Sache verselbstständigte sich. Im Internet kursierten schon bald neue, amüsante «Fakten» – bis heute. Sie überzeichnen und parodieren die von Schauspieler Chuck Norris gespielten Action-Figuren: «Chuck Norris bringt Zwiebeln zum Weinen.»
2. Schüchterner Carlos
Chuck Norris’ bürgerlicher Name lautete Carlos Ray Norris. Er wuchs in Oklahoma auf und machte seinen Schulabschluss in Kalifornien. Sein Vater gehörte dem Stamm der Cherokee an, seine Mutter kam ursprünglich aus Irland. Gegenüber der «New York Times» erzählte Norris: «Ich war schüchtern, unsportlich und nur ein mittelmässiger Schüler.»
Sein späteres Image war das Gegenteil: selbstsicher, sportlich, clever – und unbesiegbar. «Chuck Norris ist vor fünf Jahren gestorben. Der Tod hatte einfach noch keinen Mut, es ihm zu sagen.»
3. Trophäen und ein schwarzer Gürtel
Nach seiner Schulzeit meldete er sich zum Militärdienst. Seine Kameraden gaben ihm den Namen «Chuck». Als er nach Korea versetzt wurde, entdeckte er die Welt des Karate. Nach vier Jahren intensivem Training kehrte er zurück nach Kalifornien und eröffnete mehrere Karateschulen.
Während er seine Karateschüler unterrichtete, nahm er an mehreren Wettkämpfen teil. 1968 wurde er Karate-Weltmeister im Mittelgewicht. Im Folgejahr wurde er vom Magazin «Black Belt» zum «Fighter of the Year» ernannt. Obendrauf erhielt er als erster Amerikaner den schwarzen Gürtel im Taekwondo.
4. Überzeugender Martial-Arts-Held
Einer der Karateschüler von Chuck Norris war der Hollywoodstar Steve McQueen. Der ermutigte Norris, Schauspielunterricht zu nehmen.
Seine erste Rolle bekam Chuck Norris im Jahr 1972. Und die hatte es in sich. Im Kung-Fu-Film «Way of the Dragon» duelliert er sich mit Martial-Arts-Legende Bruce Lee im Kolosseum von Rom. Am Ende verliert Norris. In seinen späteren Filmen ist er immer der Sieger.
5. Durch und durch konservativ
«Die Schweiz ist nur deshalb neutral, weil sie noch nicht weiss, auf welcher Seite Chuck Norris steht.» Doch Norris wusste genau, wo er stand: rechts.
Erstens war er gegen die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben. Zweitens bevorzugte er christliche Universitäten. Weil er glaubte, dass an den anderen Hochschulen falsche Werte vermittelt würden. Und wohl auch, weil er selber überzeugter Kreationist war. Drittens war Norris Mitglied der grössten Waffenlobbyorganisation in den USA, der National Rifle Association (NRA). Und viertens war er Trump-Fan.
Seit 2019 war Norris übrigens Markenbotschafter von Glock, einem der grössten Waffenhersteller weltweit. Die Fans meinen dazu: «Chuck Norris verzichtet auf seine Rechte – denn seine Linke ist sowieso schneller.»
6. Unsterblicher Texas Ranger
Viele kennen Chuck Norris aus der 196-teiligen TV-Serie «Walker, Texas Ranger». Als knallharter Gesetzeshüter jagte er von 1993 bis 2001 böse Buben.
Die Kultserie kam 2021 wieder zurück. An Chuck Norris’ Stelle schlüpfte Jared Padalecki, bekannt aus der Serie «Supernatural», in die Rolle des Titelhelden. Doch schon bevor die Serie erschien, stand klar: Padalecki kann die Legende Norris niemals ersetzen, denn: «Chuck Norris brauchte nie ein Stunt-Double – ausser in den Szenen, in denen er weinen musste.»