Der bekannte Schauspieler und Kampfsportler Chuck Norris verstarb am 19. März im Alter von 86 Jahren. Besonders als Kontrahent von Bruce Lee in «Die Todeskralle schlägt wieder zu» oder als «Walker Texas Ranger» erlangte der US-Amerikaner Kultstatus.
Der legendäre Kampf zwischen Bruce Lee und Chuck Norris
Doch nicht nur auf der Leinwand, auch im echten Leben war Norris ein Kämpfer. So war er der erste westliche Mann, welcher den 8. Dan in Taekwondo erreichte. Zudem meisterte er die Kampfkunst Tang-Soo-Do im 8. Dan und prägte den sogenannten «Roundhouse-Kick».
Noch bekannter als dieser Kampfsporttritt waren indes die «Fakten» über Norris: Übertreibungen und Zuschreibungen von eigentlich unmöglichen Dingen, die dem Kampfsportler zugeschrieben werden. Sie erreichten eine solch grosse Popularität, dass es sogar eine eigene Wikipedia-Seite darüber gab. Mit der Meldung über seine Hospitalisierung und sein Ableben schwelgen viele Fans von Norris nun in Erinnerungen und honorieren den Action-Star mit ebendiesen Sprüchen.
«Wenn Chuck Norris Windows installiert, akzeptiert Microsoft seine Nutzerbedingungen.»
«Chuck Norris wählt keine falsche Nummer – du besitzt das falsche Telefon.»
«Chuck Norris wurde an einen Lügendetekor angeschlossen – die Maschine hat alles gestanden.»
«Chuck Norris stellt das Duschwasser nicht an – er starrt die Dusche an, bis sie zu weinen beginnt.»
«Chuck Norris hat ein Grizzlybärenfell in seinem Schlafzimmer. Der Bär ist nicht tot, er hat nur Angst, sich zu bewegen.»
Und Norris selbst? Anfang der 2000er-Jahre reagierte dieser auf seiner Homepage sehr distanziert darauf: «Mir sind die erfundenen Behauptungen über mich bekannt, die seit Kurzem im Internet und in E-Mails als ‹Chuck-Norris-Fakten› auftauchen. Ich habe einige davon gesehen. Manche sind lustig. Manche sind ziemlich abwegig. Da ich mich eher mit dem Wilden Westen als mit der wilden Welt des Internets auskenne, bin ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll.»
Schlussendlich hoffte er jedoch, dass es die Leute dazu anregen könnte, seine damals erschienene Autobiografie oder seine Romane zu lesen – und meinte: «Kinder sind nun mal Kinder, und ich nehme diese Dinge weder übel noch nehme ich sie allzu ernst.»