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«The Devil Wears Prada 2» Mehr als Nostalgie: «Prada 2» begeistert das Internet

Das Internet ist sich einig: «The Devil Wears Prada 2» ist nicht nur ein gelungenes Sequel, sondern auch ein kulturelles Ereignis. Die Meme-Produktion läuft makelloser als jedes Model.

Wenn die knallharte Herausgeberin des fiktiven Modemagazins «Runway» Miranda Priestly (Meryl Streep) das Internet heute mustern würde, gäbe es vermutlich kein abschätziges Urteil – sondern stille Zustimmung.

Denn der neue Film «The Devil Wears Prada 2» ist für die Online-Welt nicht nur eine nostalgische Fortsetzung des ersten Teils, der 2006 erschien. Er ist vergleichbar mit den grössten Mega-Events des Jahres.

Ein Mega-Event, dem man jedoch nicht in einem Sporttrikot und kurzen Hosen beiwohnen sollte.

Anne Hathaway, die im Film die ehemalige Assistentin von Miranda Priestly spielt, wünscht sich nämlich, dass das Publikum beim Kinobesuch «von Priestly genehmigte Outfits» trägt.

Also Outfits, die so stark sind, dass keine simple Popcorn-Papiertüte den Gesamt-Look stören darf.

Wer auf Nummer sicher gehen will und gerade kein Kleid von Chanel, Dior, Versace oder Hermès im Schrank hat, kann sich jedoch auch einfach als Miranda Priestly selbst verkleiden.

«The Devil Wears Prada» verlässt sich aber nicht nur auf bereits aus dem ersten Film bekannte Darstellerinnen wie Meryl Streep und Anne Hathaway.

Zwei Frauen mit Sonnenbrillen, lächelnd.
Legende: Chefin Miranda Priestly (Meryl Streep) und ihre ehemalige Assistentin Andy (Anne Hathaway) KEYSTONE/AP 20th Century Studios/MACALL POLAY

Neben einigen hochkarätigen Neuzugängen gibt es auch zahlreiche Überraschungsauftritte von Stardesignern, Supermodels, Popstars und Influencerinnen.

Sollten Arbeitskolleginnen und -kollegen den Film noch nicht gesehen haben, sollten deshalb Spoiler vermieden werden.

Sollten sie den Film bereits gesehen haben, sollten man mit ihnen heute, wenn möglich, nur über dieses Thema sprechen.

Denn das Internet ist sich einig: «The Devil Wears Prada 2» ist weit mehr als ein melancholischer Rückblick. Und dass man zwanzig Jahre auf das Sequel warten musste, habe sich gelohnt, wie «cewegalak» auf X schreibt.

Statt sich nur auf ikonische Zitate und alte Runway-Momente zu verlassen, liefere das Sequel genau das, was man sich erhofft habe: frische Energie, bissigen Witz und genau die richtige Mischung aus Hommage und einer «unerwarteten sowie bedeutenden» Weiterentwicklung.

Sozusagen «Nostalgie auf einem höheren Level», wie es «kenzie xcx» auf X schreibt und ergänzt, dass sie beim Schauen des Films die beste Zeit hatte. Und lachen und weinen musste.

Entsprechend sollte also nicht nur das Outfit sitzen, sondern auch das Makeup tränenfest sein.

Das ist besonders wichtig, da einer der Trends zu «The Devil Wears Prada 2» ist, sich vor und nach dem Schauen des Films zu zeigen.

Besonders die letzte Szene hat es in sich: für Fans des Originalfilms trifft sie genau ins Herz und dürfte selbst beim nonchalantesten Publikum für ein paar (tränenfeste) Make-up-Momente sorgen.

Und schon während des Abspanns schien für das Internet klar: «The Devil Wears Prada 2» zeigt, dass auch ein Sequel neu begeistern kann. Und Stil, Witz und ein bisschen Drama so zeitlos wie das kleine Schwarze oder eine Jeans-Blazer-Kombi sind.

That's all.

 

Radio SRF 3, 30.4.2026, 09:15 Uhr

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