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Es geht weiter für die Photobastei
Aus Kultur-Aktualität vom 01.07.2020.
abspielen. Laufzeit 04:21 Minuten.
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Kein Aus für Fotomuseum Die Photobastei macht weiter – mit mehr als Fotografie

Das kleine Zürcher Museum stand vor dem Aus. Nun spannt es mit der Berner Stiftung «Jetzt Kunst» zusammen – und mindert damit den Erfolgsdruck.

Laden dicht, hiess es Anfang Jahr noch bei der Photobastei in Zürich. Das Geld war beim privat betriebenen Kulturzentrum immer knapp gewesen. Ende 2019 klaffte schliesslich ein Loch von 50'000 Franken. Der Gründer Romano Zerbini entschied, den Betrieb diesen Sommer einzustellen. Zürich hätte damit das einzige auf Fotografie fokussierte Museum verloren.

Nun aber die Kehrtwende: Die Photobastei kann weitermachen. Dank der Zusammenarbeit mit der Berner Kulturstiftung «Jetzt Kunst», Link öffnet in einem neuen Fenster. Die Stiftung von Rolf Zumstein ist bisher vor allem für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum bekannt.

«Die Kooperation mit ‹Jetzt Kunst› mindert den brutalen Erfolgsdruck, den wir mit den mit den Ausstellungen hatten», sagt Romano Zerbini.

Die Ausstellungen waren ein Risiko

Bisher stützte sich der Betrieb auf drei Säulen: Das Museum mit kuratierten Foto-Ausstellungen, die Bar mit Kulturprogramm sowie die Räume, in die sich Berufsfotografinnen und Amateure einmieten und ihre Bilder zeigen konnten.

Die Bar sowie die Veranstaltungen und Vermietungen funktionierten gut. Finanzielles Vabanquespiel waren dagegen die eigenen grossen Fotoausstellungen. Fünf Ausstellungen mit je mindestens 2000 Besuchern pro Jahr brauchte es, damit der Bereich einigermassen rentiert. Das zu stemmen, wurde immer mehr zum Problem, wie der Photobastei-Gründer erläutert.

«Man wettet ein wenig»

«Man tut, was man kann – und hofft, dass es gut kommt», sagt Zerbini. «Wenn dann eine Ausstellung nicht so gut ankommt, oder der Sommer lang und heiss ist, bricht einem das finanziell das Genick.» Letzten Herbst war es so weit. «Wir sind selbsttragend. Das Loch von 50'000 Franken hätten wir nie aus eigener Kraft stopfen können.»

Ein MAnn steht vor Bildern mit Schweizer Motiven.
Legende: Der Erfolgsdruck falle nun weg, sagt Romano Zerbini (hier beim Swiss Photo Award 2017). Keystone / Thomas Delley

Künftig auch andere Kunstformen

Das Loch zu stopfen, half ein Crowdfundig. Die dauerhafte Entlastung bringt die Zusammenarbeit mit «Jetzt Kunst». Die Stiftung veranstaltet künftig eigene Ausstellungen in den Räumen der Photobastei.

Dazwischen vermietet man die Museumsräume zum Selbstkostenpreis.

Photobastei: Ab Herbst wieder offen

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Die Photobastei wird am 3. September wieder eröffnen - u.a. mit einer Foto-Ausstellung über Zürcher Arbeitswelten., Link öffnet in einem neuen Fenster Aktuell ist sie wegen Corona geschlossen. Dank eines Crowdfundings konnte sie die Verluste durch den Lockdown abfedern.

Inhaltlich öffnet sich die Photobastei damit für andere Künste.
«Was aber nicht heisst, dass es keine Ausstellungen mehr im Bereich Fotografie geben wird. Aber es werden vor allem die sein, bei denen wir sicher sind, dass sie funktionieren», sagt Romano Zerbini.

Radio SRF 2 Kultur, Kultur Aktualität, 1.7.2020, 06:50 Uhr;

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