Genau vor fünf Jahren fiel im Osten der Schweiz so viel Schnee, dass die Leute sogar mitten in Zürich mit Langlauf- oder Tourenskis unterwegs waren. In St. Gallen verwandelte sich die Stadt kurzerhand in einen Spielplatz für Snowboarder.
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Bild 1 von 3. Im Laufe des 14. Januar sank die Schneefallgrenze bis ins Flachland und verwandelte auch das Central in Zürich rasch in eine Schneelandschaft. Bildquelle: Ufuk Düzgün.
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Bild 2 von 3. Bis am 15. Januar wuchs die Schneedecke in Zürich auf rund 30 cm und der öffentliche Verkehr stand still. Bildquelle: Luzian Schmassmann.
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Bild 3 von 3. So verwandelte sich sogar die Langstrasse kurzerhand in ein Skitouren-Paradies. Bildquelle: Oliver Dörner.
Vom 14. bis zum 15. Januar 2021 fielen in St. Gallen 45 cm und in Zürich/Kloten 33 cm Schnee. An beiden Messorten wurden nur im März 2006 grössere 24-Stunden-Neuschneesumme gemessen.
In den Alpen fast 150 cm in drei Tagen
Noch mehr Schnee gab es vor fünf Jahren in den östlichen Alpen. In Arosa fielen Mitte Januar innerhalb von drei Tagen 134 cm und in Elm 120 cm. An beiden Orten bedeuteten diese Werte einen neuen Rekord, der bis heute Bestand hat. Auch in Chur waren die Schneemengen extrem. In der Bündner Kantonshauptstadt fielen innerhalb von 72 Stunden 82 cm und im gesamten Januar 2021 sogar 154 cm.
Verantwortlich für die grossen Neuschneemengen war eine Nordwestströmung, die feuchte Luft vom Atlantik zur Schweiz brachte. Vom 14. auf den 15. Januar 2021 erreichte uns zudem kalte Polarluft aus Nordosten, wodurch die Schneefallgrenze bis in die tiefsten Lagen sank.