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Zeitraffer, wie eine Seifenblase gefriert, Archiv Dezember 2021, Christoph Siegrist
Aus Meteo Zusatzmaterial vom 29.11.2022.
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Milde Nächte Vermisst: Väterchen Frost war in diesem November selten zu Gast

Im zentralen und östlichen Mittelland sowie in der Nordwestschweiz wurden vielerorts kein einziger Frosttag verzeichnet. Im langjährigen Mittel würde die Temperatur in etwa 6 bis 10 Nächten unter den Gefrierpunkt tauchen. Auch in den anderen Regionen waren Frosttage selten.

Schweizerkarte mit je den Anzahl Frosttagen diesen November im Vergleich zur Norm. Es waren viel weniger.
Legende: Frosttage im November 2022 im Vergleich zum langjährigen Mittel Daten: Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie SRF Meteo

Seltene Frosttage

Die Liste der Messstationen, die im November 2022 keinen einzigen Frosttag registriert haben, ist lang. In obiger Grafik sind Beispiele aus verschiedenen Regionen zu sehen. Auch wenn es gebietsweise zu frostigen Nächsten kam, die Anzahl der Frosttage ist auffallend gering.

Was ist ein Frosttag?

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Sinkt die Temperatur an einem Tag unter den Gefrierpunkt, spricht man von einem Frosttag. Dabei ist die Messhöhe auf 2 Metern gemeint. Weiter unten über dem Boden kann es auch bei positiven Temperaturen auf 2 Meter Höhe zu sogenanntem Bodenfrost kommen, der entsprechend häufiger auftritt.

Bleibt die Temperatur ganztags unter 0 Grad, ist es ein Eistag.

Noch seltenere Eistage

Im November kann im Flachland auch schon mit Tagen gerechnet werden, an denen die Temperatur nicht über den Gefrierpunkt steigt. Eistage beschränkten sich im November 2022 auf Höhenlagen über 1800 m ü. M. und höhere Alpentäler. Auf dem Napf sind im November jeweils etwa 6 Eistage üblich, dieses Jahr gab es auch hier auf 1400 m ü. M. keinen einzigen.

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