Im April ist die Winterluft noch präsent, aber auch sommerliche Wärme schleicht sich bereits an. Daraus ergibt sich typischerweise wechselhaftes und windiges Wetter.
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Bild 1 von 3. Tägertschi/BE. Der 1. April war fast der einzige Tag im April 2026, an dem es richtiges «Aprilwetter» gab. Bildquelle: Sibylle Kirchen.
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Bild 2 von 3. Rägeflüeli/LU. Es gab grosse Quellwolken, Schneeflocken, Regentropfen und Sonnenschein zugleich. Bildquelle: Barbara Bieri-Burri.
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Bild 3 von 3. Höri/ZH. Regenschauer und Wolkenlücken lagen dicht beieinander. Bildquelle: Patrick Stoeckli.
Deshalb heisst es: «Im April macht das Wetter, was es will.» Doch keine Regel ohne Ausnahme - diese Ausnahme war der April 2026.
Warmes Hochdruckwetter
Der April 2026 war sonniger, als wir es von einem durchschnittlichen und launischen April erwarten würden (Mittel von 1991 bis 2020). Zudem war es nachmittags aussergewöhnlich oft warm mit rund 20 Grad.
Betrachtet man die aktuellen Prognosen für die letzten Apriltage, so zeigt sich, dass es in Bern an sechs Tagen kühler und an 24 Tagen wärmer als im langjährigen Schnitt war.
Auf der Alpensüdseite war es beinahe an jedem Tag wärmer als üblich. Zudem wurden in Biasca/TI und Grono/TI oder auch im Rhonetal und am Genfersee sogar schon Sommertage (25 Grad und mehr) verzeichnet.
Wenig Regen und trockene Luft
Hochdruckwetter bedeutet im Frühling trockenes und ruhiges Wetter. Wenn es trotzdem windet, dann befinden wir uns in der Regel am Rand des Hochs. Gerade in der zweiten Aprilhälfte lagen wir lange am Südrand eines Hochs. Somit wehte eine trockene Bise aus Nordosten.
Selbst wenn wir also glauben, den (launischen) April zu kennen, macht er auf ganz andere Weise, was er will.