Nachdem Sturmtief «Boris» in Mittel- und Osteuropa für Unwetter sorgte, zogen die Reste des Tiefs in den letzten Tagen nach Italien. Sie brachten heftige Regenfälle. Besonders betroffen sind die Region Emilia-Romagna sowie die benachbarten Regionen Toskana und Marken. Bereits vor eineinhalb Jahren wurde die Emilia-Romagna von heftigen Regenfällen heimgesucht.
In der Emilia-Romagna wurden innert 48 Stunden stellenweise über 300 mm Regen gemessen. In Rimini an der Adriaküste wurden innert 48 Stunden rund 200 mm Regen gemessen. Das ist mehr als das Doppelte des Regens, der normalerweise im ganzen Monat September fällt. In Bologna, der Hauptstadt der Emilia-Romagna, wurden mit 100 mm rund das Eineinhalbfache der Monatsnorm gemessen.
Das Tief wirbelte über der immer noch sehr warmen Adria. Durch das warme Meereswasser gelangt viel Feuchtigkeit in die Luft. Auf Freitag lässt der Niederschlag zunehmend nach.