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Meteostory auf Radio SRF3 vom 22. August mit Jürg Ackermann
Aus Meteostory vom 12.08.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 11 Sekunden.
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Noch nie so grosse Eisschmelze Unsere Gletscher schmelzen in Rekordtempo

Und die Schmelzphase geht noch bis weit in den Herbst hinein weiter. So führen einige Bäche trotz der Trockenheit viel Schmelzwasser. Verantwortlich für die Rekordschmelze sind einerseits der schneearme Winter, der Saharastaub im Frühling und die Sommerhitze.

Die meisten Pegelstände unserer Gewässer sind wegen der anhaltenden Trockenheit auf ausgesprochen tiefem Niveau. Allerdings gibt es gleichzeitig Bäche, die fast schon Hochwasser führen: Es ist das viele Schmelzwasser der Gletscher, das zum Beispiel in der Simme, Lonza, Massa oder oberen Rhone zum Abfluss kommt (BAFU: Aktuelle Situation der Abflüsse und Wasserstände).

Es gibt drei Gründe für den starken Rückgang des «ewigen Eises»:

Der schneearme Winter 2021/22

Am Alpensüdhang fehlte die schützende Schneedecke fast komplett. In den anderen Alpenregionen war sie in kurzer Zeit weggeschmolzen.

Mehrere Saharastaub-Ereignisse im Frühling

Dunkle Flächen auf dem Eis nehmen mehr Energie auf und tragen so zur Schmelze bei. Normalerweise treten sie in den Sommermonaten auf. Dieses Jahr führten Ablagerungen von Saharastaub bereits im Frühling zu Verfärbungen auf den Gletschern. Und weil es im Frühling in den Hochalpen kaum geschneit hat, wurden die Flecken auch nicht wieder abgedeckt.

Pisten mit gelben Flecken
Legende: Laax/GR Saharastaub-Ablagerung auf Schnee und Eis Mitte März 2022 Joe Staub

Die Hitze in den Sommermonaten

Die aussergewöhnlich hohen Temperaturen im Frühling und Sommer trugen dann das Ihre zur Gletscherschmelze bei. Auch in grosser Höhe war es extrem warm: So gab es im Juli einen neuen Rekord für die Nullgradgrenze: Sie stieg auf 5184 m ü. M..

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