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Was taugt Wasserstofftechnologie gegen CO2-Ausstoss?
Aus Rendez-vous vom 03.05.2021.
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Kampf gegen CO2-Gesetz So will die SVP das Klima retten

Mit zehn Punkten möchte die SVP den CO2-Ausstoss vermindern, und dies ohne das neue CO2-Gesetz. So soll überschüssiger Strom, der etwa in der Nacht oder an sonnigen Tagen anfällt, dafür eingesetzt werden, um Wasserstoff herzustellen.

Dieser Wasserstoff soll als Treibstoff für Autos, als Brennstoff für Energie, und zur Heizung von Häusern verwendet werden, ebenso zur Herstellung von CO2-neutralen Treibstoffen und Kerosin. SVP-Nationalrat Christian Imark sagt: «Die Kernaussage ist, dass es das neue CO2-Gesetz mit all diesen Verteuerungen, nicht braucht und dass es Alternativen dazu gibt.»

Die Wasserstofftechnologie werde sich durchsetzen, gerade in der Transportbranche wo längere Distanzen zurückgelegt werden. Elektromobilität alleine sei nicht die Lösung.

Atomstrom durch Photovoltaik ersetzen

Es braucht allerdings für Herstellung und Transport von Wasserstoff relativ viel Energie. Diese Energie soll laut Plan der SVP vorhanden sein, weil die Kernkraftwerke, die abgestellt werden, mit Photovoltaik ersetzt werden, die vor allem am Mittag und im Sommer Strom liefert. Doch die SVP hat bis jetzt Subventionen für die Förderung von Sonnen- und Windenergie bekämpft.

Auf die Frage, ob die Partei diesbezüglich umdenke, antwortet Imark: «Die Stromversorgung der Zukunft ist nicht die heutige Diskussion. Heute diskutieren wir darüber, ob wir den Leuten mehr für Brennstoff und Treibstoff abverlangen wollen und zusätzlich eine Abgabe für Flugtickets. Das ist nicht nötig, es geht viel günstiger.»

Befürworter: SVP-Plan keine Alternative

Dass es günstiger geht, bestreiten die Befürworterinnen und Befürworter des CO2-Gesetzes. Nationalrat Jürg Grossen, Präsident der Grünliberalen Partei, begrüsst den Alternativplan der SVP zum Klimaschutz.

Der Plan sei eine sehr gute Ergänzung zum CO2-Gesetz, aber keine Alternative, denn: «Es ist eine teure Lösung, wenn man Wasserstoff nimmt. Technisch ist sie ausgereift, aber noch nicht marktreif. Darum bin ich der Meinung, dass es alle diese Lösungen braucht. Es braucht einen Mix aus Wasserstoff, Batteriespeicherung für elektrische Fahrzeuge und synthetischen Treibstoffen.»

Zu den Kosten des Alternativplanes sagt die SVP wenig. Manche Massnahmen werden im Plan mit einigen Milliarden Franken Investitionskosten beziffert, viele seien selbsttragend, es brauche dazu nur gesetzliche Rahmenbedingungen, heisst es. Zur Frage, weshalb die SVP ihren Plan nicht bei der Beratung des CO2-Gesetzes eingebracht hat sagt Imark, der Plan sei noch nicht parat gewesen.

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Aus dem Archiv: Ja-Komitee und das CO2-Gesetz
Aus Tagesschau vom 27.04.2021.
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Rendez-vous vom 03.05.2021

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56 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Zoller  (Erich Zoller)
    Immerhin kann die Wasserstoffproduktion als Stromspeicher eingesetzt werden, wenn auch mit mässigem Wirkungsgrad. Die EW's müssen im Sommer regelmässig solare Überproduktion zu Negativpreisen ins Ausland verschachern. Diese Energie in Form von Wasserstoff zu speichern ist sicher die bessere Lösung und so kann Wasserstoff als Treibstoff durchaus Sinn machen. Übrigens nacht's wenn die meisten zukünftigen E-Fahrzeuge an der Ladung hängen schein die Sonne nicht.
  • Kommentar von Peter Stauffacher  (Peter Stephan Stauffacher)
    Nur schon auf Grund eines Mangels an Rohstoffen ist die Elektromobilität der grössere Schwachsinn als Atomstrom.
    Ehrlich wäre endlich einmal über Verzicht zu reden.
    Weniger Autos. Elektroflitzer mit kleineren Akus, da diese viel Energieeffizienter sind als solche mit grossen Akkus.
    Am schlimmsten sind ja Berechnungen wo Elektroautis erst ab ein paar tausend Kilomtern effizienter sind als Verbrenner. Wer sich also ökologisch verhält und wenig Auto fährt der fährt besser einen Verbrenner.
  • Kommentar von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
    Auch wenn ich mich so neutral wie möglich gegen die SVP äussere, so vermag ich mich hier nicht zurück heben. Die Idee der Partei erscheint mir so kreativ wie das Logo der SVP. Alte Werte sind mir auch wichtig, doch eine schöne und saubere Schweiz sind mir wichtiger. Kaum zu glauben dass eine der reichsten Parteien keinen besseren Ansatz für die Klimaregulierung bringt. Teilweise würde es nicht schaden, Geld bei cleveren Menschen einzusetzen, als auf Werbung.