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1. SRG-Umfrage – Zwei deutliche Ja bei Pflege-Initiative und Covid-Gesetz
Aus Tagesschau vom 22.10.2021.
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1. SRG-Umfrage Zwei deutliche Ja bei der Pflege-Initiative und beim Covid-Gesetz

Wäre bereits am 9. Oktober abgestimmt worden, wären die Änderung des Covid-Gesetzes und die Pflege-Initiative angenommen worden. Bei der Justiz-Initiative zeigten sich die Teilnahmewilligen gespalten.

Am 28. November entscheidet das Stimmvolk über drei eidgenössische Vorlagen. Das sind die Hauptergebnisse der ersten SRG-Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG SSR:

Covid-Gesetz breit abgestützt

61 Prozent der Befragten hätten am 9. Oktober für die Änderung des Covid-Gesetzes gestimmt. Vom linken politischen Pol bis hin zur FDP ist die Zustimmung zu den Änderungen am Covid-Gesetz solid. Neben der SVP-Anhängerschaft lehnen regierungsmisstrauische Teilnahmewillige und solche, die nicht gegen Corona geimpft sind, die Änderungen am Covid-Gesetz mehrheitlich ab.

Pflege-Initiative auf der Erfolgsspur

78 Prozent der Stimmberechtigten hätten fünf Wochen vor der Abstimmung für die Pflege-Initiative gestimmt, nur 15 Prozent dagegen. Damit könnte die Initiative zur ersten gewerkschaftlich orientierten Initiative seit 1981 werden, die angenommen wird. Die Zustimmung ist in allen untersuchten Gruppen hoch.

Patt-Situation bei der Justiz-Initiative

Im Abstimmungskampf um die Justiz-Initiative ist noch alles offen. Zwar befürwortet eine knappe Mehrheit von 43 Prozent der Stimmberechtigten das Volksbegehren, 42 Prozent sind dagegen. Doch hohe 15 Prozent waren zum Befragungszeitpunkt im Oktober noch gänzlich unentschieden.

Datenerhebung und Stichprobengrösse

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Datenerhebung und Stichprobengrösse

Die Umfrage ist im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 4. und 18. Oktober 2021 durchgeführt worden. Der mittlere Befragungstag war der 9. Oktober 2021. Insgesamt wurden die Antworten von 14'568 Stimmberechtigten für die Auswertung berücksichtigt.

Telefonisch befragt wurden 1208 stimmberechtigte Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Die Interviews wurden per Festnetz und Handy durchgeführt.

Diese Stichprobe ist sprachregional gewichtet und repräsentativ für die Schweizer Stimmberechtigten. Der statistische Fehler beträgt ± 2.8 Prozentpunkte. Bei 1208 Befragten und einem Ergebnis von 50 Prozent liegt der effektive Wert mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 47.2 und 52.8 Prozent. Dabei sind kleinere Abweichungen wahrscheinlicher, grössere unwahrscheinlicher.

Online-Befragung

Zusätzlich wurden mehrere Tausend Personen online befragt. Nach der Bereinigung und Kontrolle der Daten konnten die Angaben von 13’360 Stimmberechtigten für die Auswertung verwendet werden. Die Online-Befragung wurde über die Webportale der SRG-Medien realisiert als sogenanntes Opt-in (Mitmachbefragung).

Diese Online-Stichprobenzusammenstellung erfolgte nicht zufällig und die resultierende Stichprobe ist nicht repräsentativ. Es haben beispielsweise weniger ältere Personen als jüngere an der Online-Umfrage teilgenommen und mehr Männer als Frauen.

Deshalb hat das Institut gfs.bern die Antworten gewichtet: Den Verzerrungen in der Stichprobe wurde mittels statistischer Gewichtungsverfahren entgegengewirkt und so die Repräsentativität optimiert.

Die Aufteilung der Befragten insgesamt auf die Sprachregionen ist wie folgt: 10'594 Personen in der Deutschschweiz, 3507 in der Romandie und 467 in der italienischsprachigen Schweiz.

Wie wird gefragt?

Die befragten Stimmberechtigten hatten jeweils fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung: «bestimmt dafür», «eher dafür», «weiss nicht/keine Antwort», «bestimmt dagegen» und «eher dagegen».

Für eine vereinfachte Darstellung im Artikel wurden in den meisten Fällen die Antworten «bestimmt dafür» und «eher dafür» zusammengezählt – entsprechend wurde auch mit den Antworten «bestimmt dagegen» und «eher dagegen» verfahren.

Konkret wurde etwa gefragt: «Ganz unabhängig davon, wie sicher Sie sind, dass Sie an dieser Volksabstimmung teilnehmen werden: Wenn morgen schon über die Vorlage abgestimmt würde, wären Sie dann bestimmt dafür, eher dafür, eher dagegen oder bestimmt dagegen?»

Umfragen sind Momentaufnahmen

Das Forschungsinstitut gfs.bern führt zwei Umfragen zur Abstimmung vom 28. November 2021 durch. Die Autoren der Studie betonen, die Ergebnisse seien kein vorweg genommenes Abstimmungsergebnis, sondern eine Momentaufnahme zur Zeit der Befragung.

Detaillierte Informationen zur Befragungsart und den Interpretationen der Ergebnisse finden Sie auf der Website des Institutes gfs.bern.

Abstimmungsdossier

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Grafik
Legende: SRF

News und Hintergrund zu den Abstimmungen und Wahlen vom 28. November 2021.

SRF 4 News, 22.10.2021, 06:00 Uhr;

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143 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community
    Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare. An dieser Stelle schliessen wir die Kommentarspalte. Die Abstimmungsvorlagen werden uns auch in den nächsten Wochen beschäftigen und Sie werden wieder die Gelegenheit haben über die Vorlagen zu diskutieren. Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende, SRF News
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Die Pflege-Initiative will bessere Ausbildung fördern und die Arbeitsbedingungen verbessern helfen. Kein Wunder,dass die SVP sich gegen die Initiative stemmt,auch gegen das Covid-Gesetz.Sie hat staatstragende Funktion preisgegeben,die z.B.ein Adolf Ogi noch verkörpert hatte, und ist eben eher gegen staatliche Behörden und ostakuliert den Bundesrat.Auch praktisch gegen jede Initiative ist sie, die soziale Verbesserungen oder Klimaschutz anstrebt. Hauptsache ist eigene Macht, kaum die Nachkommen.
    1. Antwort von Esther Jordi  (ejejej)
      Was bedeutet "ostakuliert"?
    2. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Frau Jordi: Ostakulieren habe ich abgeleitet vom italienischen Verb „ostacolare“= hindern, Hindernisse in den Weg legen. Zum Beispiel legte die SVP-Chefetage (schon nicht alle SVP-ler) dem Bundesrat verbale Hindernisse in den Weg bei der Verkündigung und Umsetzung der Covid-Massnahmen. Und Köppel pflegt immer wieder den Bundesrat zu „verdeppen“. Hindernisse legen auch im Sinn von stören, ohne gute Alternativlösungen anzubieten. Da ist SVP-Ogi „nur“ noch Nostalgie als guter Staatsmann.
  • Kommentar von Andreas Bern  (AndyBern)
    Miliarden, die als Reserve angesammelt sind wurden den Pflegebedürftigen von Heute vorenthalten. Die Prämien reichten um eine gute Pflegeleistung zu gewähren. Die Politik verlässsigt Ältere. Auch Politiker werden alt. Ohne genug Arbeitskräfte und anständige Lohn, geht es Berg abwärts in der Pflege. Die Erwartung an Qualität ist für Pflegefachkräfte seh Hoch. Die Arbeit sehr viel. Der Lohn niedrig, die Verantwortung ist gross. Auf eine Pflegefachfrau -mann kommen jetzt schon bis zu 100 Bewohner.