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Politologe Lukas Golder: «Keine typische SVP-Vorlage»
Aus News-Clip vom 07.03.2021.
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Religiöse Kleidervorschriften Wo es in Europa überall ein Verhüllungsverbot gibt

In Europa kennen einige Staaten Verhüllungsverbote. Mit dem Ja zur Initiative Verhüllungsverbot zieht die Schweiz nach.

Das Tragen religiöser Bekleidung, welche das Gesicht verhüllt, ist in sechs EU-Ländern verboten. In Deutschland und Spanien gibt es regionale Verhüllungsverbote. Auch in der Schweiz war es bereits vor der nationalen Abstimmung über die Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot» in den Kantonen Tessin und St. Gallen verboten, in der Öffentlichkeit sein Gesicht zu verhüllen.

In mindestens 13 EU-Staaten gibt es inoffizielle Richtlinien für das Tragen religiöser Symbole, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder in der Schule. In 22 EU-Ländern wurden Gesetze vorgeschlagen, in den meisten Fällen aber nicht durchgesetzt, wie eine Studie der «Open Society Foundation» des Milliardärs George Soros zeigt.

So wurden die Rechtslage und die politische Debatte zum Verhüllungsverbot in 28 EU-Staaten untersucht. Auch einige Nicht-EU Staaten haben partielle Verhüllungsverbote.

Quelle: xxx, DatumLänder mit generellem VerhüllungsverbotRegionalÜberallChimarLänder mit Verhüllungsverbot an gewissen öffentlichen Orten oder in speziellen BerufenRegionalÜberall

Fast alle Einschränkungen wurden nach den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 eingeführt, oft mit Unterstützung rechtspopulistischer Parteien.

Zu den meistgenannten Begründungen gehören die Förderung der Integration, die öffentliche Sicherheit, die Gleichberechtigung der Geschlechter, soziale Homogenität und die Trennung von Kirche und Staat.

Auswahl traditionellermuslimischer FrauenbekleidungDer Chimar ist ein Schleier, der bis zur Taille reicht. Das Gesicht ist nicht bedeckt. Er kann in verschiedenen Farben getragen werden.ChimarQuelle: Open Society Foundations,DPADie Burka besteht aus einem grossen Stofftuch. Körper und Gesicht sind verhüllt. Normalerweise wird die Burka in hellblau getragen. In Afghanistangibt es die Burka auch in anderen Farben und mit Stickereien verziert.BurkaDer Niqab ist schwarz.Er bedeckt Körper und Gesicht.Lediglich die Augen sind zu sehen.NiqabArabische Bezeichnung für islamisch begründete Körperbedeckung. Umgangssprachlich bedeutet es, dass nur das weibliche Kopfhaar mit einem Tuch oderleichten Schal bedeckt wird.HidschabDer Tschador darf nur in schwarz getragen werden.Er bedeckt den ganzen Körper ausser Gesicht undHände. Unter ihm wird oft ein kleiner Schleier getragen.TschadorBesteht aus zwei Teilen. Ein Teil verdeckt den Kopf, der andere liegt über den Schultern. Kann in verschiedenen Farben getragen werden.Al-Amira

Abstimmungsstudio, 7.3.2021, 12.00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Stübi  (Christian Stübi)
    Noch selten war eine Fragestellung für mich so schwer zu beantworten. Ich möchte Ja sagen zur religiösen Freiheit und zur persönlichen Freiheit moslemischer Frauen. Auch möchte ich ja sagen zur Freiheit sich zu kleiden wie man will. Andererseits lehne ich nicht christliche, religiöse Zeichen in der Schweiz ab und ich sehe darin auch ein potentielles Sicherheitsproblem. Zudem ist meine Freiheit ja auch eingeschränkt. Nackt darf ich ja nun auch nicht in's Tram... Deshalb ein Ja mit weinendem Auge
    1. Antwort von Philippe Sauter  (PhilS)
      Mein grösstes Problem war es so etwas in die Verfassung zu schreiben. Das scheint mir einfach falsch.
      1. gehört eine Kleidervorschrift nicht in die Verfassung (Gesetz meinetwegen, Verfassung nein).
      2. nervt mich der Trend immer alles in die Verfassung schreiben zu wollen. Die Verfassung sollte meiner Meinung nach die Grundrechte, Struktur des Staates regeln etc.
      Alles andere soll via Gesetz gemacht werden. Sonst verwässert es irgendwie die Verfassung.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Das Verhüllungs-Verbot betrifft die Frauen, welche von Männern Bekleidungs-Vorschriften umsetzen müssen, aus - angeblich und immer noch vorhandenen - "religiösen Gründen"! Das darf in der Schweiz nicht weiter zugelassen werden. Aber es steht allen Leuten frei, ihre religiösen Rythen dort - in den Ländern - auszuleben, wo diese immer noch "usus" sind!