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Nach langem Streit Niederlande startet mit umstrittenem Burkaverbot

  • Nach einer langjährigen Debatte tritt in den Niederlanden heute ein Burkaverbot in Kraft.
  • Gesichtsbedeckende Kleidung darf in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Spitälern, Ämtern oder im öffentlichen Nahverkehr nicht mehr getragen werden.
  • Wer sich weigert, kann mit einer Geldbusse von mindestens 150 Euro bestraft werden.
  • Ob das neue Verbot durchgesetzt wird, ist unklar. Mehrere Städte und die Polizei kündigten an, sich nicht daran zu halten.

Das Innenministerium mahnte Kommunen und zuständige Stellen, das ab dem heutigen Donnerstag geltende Verbot auch durchzusetzen. Sicherheitsbeamte sollen verschleierte Frauen zunächst auffordern, ihr Gesicht zu zeigen. Wenn sie sich weigern, kann ihnen der Zugang zu öffentlichen Gebäuden untersagt werden und es drohen Geldstrafen von mindestens 150 Euro. Das Verbot gilt auch für andere Gesichtsbedeckungen wie Integralhelme oder Sturmhauben.

Verbot im Tessin und in St. Gallen

Als erstes Land Europas hatte Frankreich 2011 die Vollverschleierung verboten. Mehrere Länder folgten. In der Schweiz gilt im Kanton Tessin ein Burka-Verbot seit Juli 2016, in St. Gallen seit Jahresbeginn.

Derzeit ist zudem eine Volksinitiative für ein schweizweites Verhüllungsverbot hängig. In Dänemark ist das Vollverschleierungsverbot seit genau einem Jahr in Kraft. Bisher wurde nach Angaben der Behörden in 39 Fällen ein Bussgeld zwischen umgerechnet 134 und 1340 Euro verhängt, darunter gegen 22 Frauen, die Burka oder Nikab trugen.

Viele halten die Vollverschleierung für ein Symbol der Unterdrückung von Frauen im Islam. Kritiker aber sehen in dem Verbot einen Verstoss gegen die Religionsfreiheit. In den Niederlanden gibt es schätzungsweise 150 Frauen, die regelmässig die Burka oder den islamischen Schleier Nikab tragen.

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112 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Komisch, dass es Leute gibt, welche sich andauernd beklagen, dass Ihre religiösen Sitten und Gebräuche, auch in der Schweiz nicht toleriert werden! "ECHTER Glauben", findet übrigens im Herzen eines jeden Menschen statt und nicht in der Öffentlichkeit, "basta"! Wem Gesetze, Regeln, Gepflogenheiten, Traditionen in der Schweiz nicht genehm sind, der/die werden doch hoffentlich so klug sein, in ein Land zu ziehen, wo sie all Ihre religiösen Wunsch-Regeln so leben dürfen, wie es Ihnen gefällt...!
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    1. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Herr Bundespräsident Maurer hatte in der heutigen 1. August-Rede gesagt, wir hätten das Erbe der nächsten Generation zu verbessern, damit auch diese in Freiheit und Selbstbestimmung leben können.
      Der Libanon war die "Schweiz" des Nahen Ostens, da es das wirtschaftsstärkste Land war, ausserdem weltoffen, tolerant, multikulturell eingestellt, offene Grenzen.
      Einfach den Vortrag von einer Libanesin zur Entwicklung der letzten Jahrzehnten sich anhören unter: "Brigitte Gabriel Libanon Islam"
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    2. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      D.Casagrande, "strenggläubige" Muslime sind der Annahme, dass WIR uns ihren Sitten aus mekkanischen Zeiten anpassen müssen und zur Überlegung nicht fähig, dass sie mit ihrem westophoben Verhalten ihre eigene Jugend isolieren und radikalisieren. Diese Kultur beinhaltet archaische Gepflogenheiten, Unterdrückung und Diskriminierung des weiblichen Geschlechts, wird in Europa mE gezielt zu etablieren versucht u.leider auch politisch korrekt weitgehend toleriert bis zur Verleugnung der eigenen Kultur.
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  • Kommentar von Fahad Mueller  (ProudMuslim)
    Ich habe glaub kein Leben wenn ich so anschaue wie viele Kommentare ich geschrieben habe aber mich macht es wütend wenn es wenig Verständnis für den Islam gibt.Ich bin selbst konvertiert wie viele in Europa.Die Burka zu verbieten ist falsch.Eine sagte mir mal, sie tut dies weil sie stolze Muslima ist und ohne würden die Menschen sie gar nicht als Muslima wahrnehmen.Ich trage einen Allah Anhänger um als Muslim erkannt zu werden. Rate allen macht Ferien im nahen Osten. Lernt etwas über die Kultur.
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Guter Mann, es gibt wirklich wichtigere Dinge als Religion!! Das soll doch jede und jeder Zuhause, in der Kirche, der Moschee oder dem Tempel ausleben und praktizieren. Wenn ich jetzt als Ungläubiger gelte, kratzt mich das überhaupt nicht!;))
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    2. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Wenn ich etwas über die Kultur des Islam erfahren will,
      dann die Perioden der grossen Kalifen,die die Wissen-
      schaft,Kunst und Gesellschaft gefördert haben.Der heute
      von den Wahabbiten und Iranischen Irren mit Petrodollars
      über die Welt verbreitete Irrglaube ist mit unseren Werten
      nicht kompatibel und eher für Ungebildete geeignet.
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    3. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Wenn ich etwas über die Kultur des Islams erfahren wollte, reiste ich in ein entsprechendes Land...
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  • Kommentar von pedro neumann  (al pedro)
    Habe eben in der Innenstadt arabische Touristen beobachtet. 6 Frauen vollverhüllt, ständig an ihrem Kopftuch herumzupfend, damit ja nicht zu viel Gesicht zu erkennen ist, die beiden Männer in westlich salopper Kleidung betont lässig daneben. Soll das einer verstehen...
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