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Politologin Mousson zum Verhüllungsverbot: Damit punkten Ja- und Nein-Lager
Aus News-Clip vom 23.02.2021.
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SRG-Umfrage Die Umfrageergebnisse auf einen Blick

Gemäss SRG-Umfrage ist beim Verhüllungsverbot ein knappes Rennen zu erwarten. Zum E-ID-Gesetz sagt nun eine Mehrheit Nein. Für den Freihandel mit Indonesien spricht sich weiterhin eine Ja-Mehrheit aus.

Am 7. März stimmt die Schweiz über drei eidgenössische Vorlagen ab. Das sind die Hauptergebnisse der Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG SSR:

Pattsituation beim Verhüllungsverbot

49 Prozent der Befragten befürworten zurzeit die Initiative «Ja für ein Verhüllungsverbot». 47 Prozent sagen Nein. Das Ja-Lager hat seit der ersten SRG-Umfrage im Januar stark an Zuspruch verloren: Damals waren noch 56 Prozent für die Initiative. Der Trend während der Abstimmungskampagne verlief klar zum Nein. Ob die Befürworter den Nein-Trend stoppen können, ist offen: Ein knappes Rennen ist zu erwarten.

E-ID-Gesetz: Stimmung kippt vom Ja ins Nein

Spannend dürfte es auch beim Gesetz über die elektronische Identität werden. 54 Prozent lehnen die Vorlage ab. Noch 42 Prozent stehen hinter dem neuen Gesetz. Verglichen mit der ersten Befragung im Januar haben sich die Mehrheiten umgekehrt. Damals sagten noch 52 Prozent Ja. Der Nein-Trend hat auch deutlich die ältere Generation erfasst. Personen im Rentenalter neigten zu Beginn der Debatte deutlich der Ja-Seite zu, nun sind sie klar dagegen. Wird nicht noch ein aussergewöhnliches Ereignis den Abstimmungskampf beeinflussen, ist ein Nein zum E-ID-Gesetz am Abstimmungssonntag zu erwarten.

Ja-Trend zum Freihandel mit Indonesien

Immer noch viel Zustimmung bekommt das Freihandelsabkommen mit Indonesien. 52 Prozent wollen ein Ja in die Urne legen, 41 Prozent ein Nein. Seit der ersten SRG-Umfrage im Januar blieb die Ja-Mehrheit stabil. Für die Gegner des Abkommens dürfte es schwierig sein, das Ruder noch herumzureissen. Wahrscheinlicher ist, dass der Trend zum Ja sich durchsetzt.

Datenerhebung und Stichprobengrösse

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Die Umfrage ist im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 10. und 18. Februar 2021 durchgeführt worden. Insgesamt wurden die Antworten von 12'166 Stimmberechtigten für die Auswertung berücksichtigt.

Telefonisch befragt wurden 1217 stimmberechtigte Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Die Interviews wurden per Festnetz und Handy durchgeführt.

Diese Stichprobe ist sprachregional gewichtet und repräsentativ für die Schweizer Stimmberechtigten. Der statistische Fehler beträgt ± 2.8 Prozentpunkte. Bei 1217 Befragten und einem Ergebnis von 50 Prozent liegt der effektive Wert mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 47.2 und 52.8 Prozent. Dabei sind kleinere Abweichungen wahrscheinlicher, grössere unwahrscheinlicher.

Online-Befragung

Zusätzlich wurden mehrere Tausend Personen online befragt. Nach der Bereinigung und Kontrolle der Daten konnten die Angaben von 10'949 Presonen für die Auswertung verwendet werden. Die Online-Befragung wurde über die Webportale der SRG-Medien realisiert als sogenanntes Opt-in (Mitmachbefragung).

Diese Online-Stichprobenzusammenstellung erfolgte nicht zufällig und die resultierende Stichprobe ist nicht repräsentativ. Es haben beispielsweise weniger ältere Personen als jüngere an der Online-Umfrage teilgenommen und mehr Männer als Frauen.

Deshalb hat das Institut gfs.bern die Antworten gewichtet: Den Verzerrungen in der Stichprobe wurde mittels statistischer Gewichtungsverfahren entgegengewirkt und so die Repräsentativität optimiert.

Die Aufteilung der gesamten Befragten auf die Sprachregionen ist wie folgt: 7725 Personen aus der Deutschschweiz, 3869 aus der Romandie und 572 aus der italienischsprachigen Schweiz.

Wie wird gefragt?

Die befragten Stimmberechtigten hatten jeweils fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung: «bestimmt dafür», «eher dafür», «weiss nicht/keine Antwort», «bestimmt dagegen» und «eher dagegen».

Für eine vereinfachte Darstellung im Artikel wurden in den meisten Fällen die Antworten «bestimmt dafür» und «eher dafür» zusammengezählt – entsprechend wurde auch mit den Antworten «bestimmt dagegen» und «eher dagegen» verfahren.

Konkret wurde etwa gefragt: «Ganz unabhängig davon, wie sicher Sie sind, dass Sie an dieser Volksabstimmung teilnehmen werden: Wenn morgen schon über die Vorlage abgestimmt würde, wären Sie dann bestimmt dafür, eher dafür, eher dagegen oder bestimmt dagegen?»

Umfragen sind Momentaufnahmen

Das Forschungsinstitut gfs.bern hat zwei Umfragen zur Abstimmung vom 7. März 2021 durchgeführt. Die Autoren der Studie betonen, die Ergebnisse seien kein vorweg genommenes Abstimmungsergebnis, sondern eine Momentaufnahme zur Zeit der Befragung.

Detaillierte Informationen zur Befragungsart und den Interpretationen der Ergebnisse finden Sie auf der Website des Institutes gfs.bern, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Abstimmungsspecial

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Abstimmungsspecial

News und Hintergrund zu den Abstimmungen und Wahlen vom 7. März 2021

SRF 4 News, 24.02.2021, 06:00 Uhr;

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94 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Hoch  (Aktiv@bluewin.ch)
    Vollverschleierung gehört nicht zur Demokratie, darum stimme ich JA!
  • Kommentar von Hans Fürer  (Hans F.)
    Dem Verhüllungsverbot könnte man zustimmen, wenn es sich auf die Demonstranten beschränken würde, welche immer wieder unermesslichen Schaden und sogar Körperverletzungen verursachen. Aber nicht gegen die vereinzelten Frauen, welche sich hier als Touristinnen ein paar Tage lang völlig harmlos in Burkas bewegen, wie es in ihrem Land Sitte ist.
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Dem " Komitee" geht es nicht um die betroffenen Frauen sondern lediglich darum, eine unliebsame Religion auszugrenzen.
    1. Antwort von Claudia Meyer  (Uhu)
      Unsinn! Wieviele Muslime leben in der Schweiz und wieviele Muslimas tragen einen Niqab? Wieviele von den Niqabträgerinnen sind zum Islam konverdierte Schweizerinnen? Die Niqabträgerinnen grenzen sich selber aus. Mit Männern sprechen sie sicher nicht.Wir Frauen sind aus ihrer Sicht schamlos.Einen Arbeitsplatz finden sie eher nicht.Wenn ich zB. Jemen oder Syrien besuche trage ich keine kurzen Hosen oder Top aus Respekt den Niqabträgerinnen gegenüber.Selbstverständlich sei dies werden viele denken.
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Genau deshalb lautet meine Devise: jedem Tierchen sein Pläsierchen;-)
    3. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Unsinn, Frau Meyer. In Frankreich gab es keine Nikabträgerinnen, bis Nikab verboten wurden. Zurück zur Schweiz: Es gibt nur zum Islam konvertierte Weibsbilder, die sich so zu verhüllen wünschen, auch da Opposition pur – wogegen auch immer. Die können sie an einer Hand abzählen, noch.
      Wenn Sie mehr Nikabs sehen wollen, müssen Sie Ja stimmen. Fundamentalismus muss man hingegen anders angehen, sicher nicht, indem man Fundamentalisten (Egerkinger Komitee) unterstützt! 2. Anlauf, 1. gesten um 22h