- Der US-Rapper Bad Bunny hat mit «DeBÍ TiRAR MáS FOToS» den Grammy für das beste Album gewonnen.
- Billie Eilish gewann mit «Wildflower» in der Kategorie «Song des Jahres».
- Beide Sieger äusserten sich auch politisch und kritisierten die US-Einwanderungsbehörde ICE.
- Moderator Trevor Noah verteilte Seitenhiebe an Präsident Trump – dieser reagierte wütend.
Bad Bunnys «DeBÍ TiRAR MáS FOToS» ist das erste rein spanischsprachige Album, das einen Grammy gewinnt. Der aus Puerto Rico stammende 31 Jahre alte Sänger tritt am kommenden Wochenende auch bei der Halbzeitshow des Super Bowl auf.
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Bild 1 von 9. Bad Bunny holte mit «DeBÍ TiRAR MáS FOToS» die wichtige Auszeichnung «Album of the Year». Es ist das erste rein spanischsprachige Album das in dieser Kagegorie gewinnt. Bildquelle: REUTERS/Daniel Cole.
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Bild 2 von 9. Olivia Dean wurde von der Recording Academy als beste Newcomerin ausgezeichnet. Bildquelle: AP Photo/Chris Pizzello.
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Bild 3 von 9. Zum sechsten mal moderierte der Comedian Trevor Noah die Grammys. Bildquelle: AP Photo/Chris Pizzello.
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Bild 4 von 9. Rapper Kendrick Lamar sahnte fünf Preise ab. Bildquelle: AP Photo/Chris Pizzello.
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Bild 5 von 9. US-Sängerin Chappell Roan sorgte mit einem extravaganten Outfit für Aufsehen auf dem roten Teppich. Bildquelle: REUTERS/Mario Anzuoni.
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Bild 6 von 9. Auch Justin Bieber zeigte sich auf der Bühne leicht bekleidet. Bildquelle: AP Photo/Chris Pizzello.
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Bild 7 von 9. Den Grammy für das beste Pop-Vocal-Album ging an Lady Gaga für ihr Album «Mayhem». Bildquelle: AP Photo/Chris Pizzello.
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Bild 8 von 9. «Niemand ist illegal auf gestohlenem Land», sagte die 24-jährige Billie Eilish, nachdem sie die Auszeichnung erhielt und kritisierte damit die US-Einwanderungspolitik. Bildquelle: AP Photo/Chris Pizzello.
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Bild 9 von 9. Lola Young wurde von der Auszeichnung überrascht und hatte nach eigenen Angaben keine Rede vorbereitet. Bildquelle: AP Photo/Chris Pizzello.
Auf «DeBÍ TiRAR MáS FOToS» mischt Bad Bunny moderne Beats mit traditionellen puerto-ricanischen Musikstilen. Das Album ist eine Hommage an seine Heimat Puerto Rico, es geht um Themen wie kulturelle Identität oder Kolonialismus. Es ist sein sechstes Solo-Studioalbum, mit dem er in den USA und mehreren anderen Ländern auf Platz eins der Charts gelandet ist.
Kritik an der US-Einwanderungsbehörde ICE
Der 31-Jährige, der bei den Grammys mehrfach ausgezeichnet wurde, kritisierte auf der Bühne die US-Einwanderungsbehörde ICE. «Bevor ich Gott danke, sage ich: ICE raus!», so der 31-Jährige. Die Gäste im Saal reagierten mit Standing Ovations, Jubel und langem Applaus.
«Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Ausserirdischen, wir sind Menschen, und wir sind Amerikaner», fuhr er fort.
Auch Billie Eilish, die den Grammy für den Song des Jahres gewann, wurde deutlich. «So dankbar ich auch bin, ich habe ehrlich gesagt nicht das Bedürfnis, etwas anderes zu sagen als: Niemand ist illegal auf gestohlenem Land», sagte die 24-Jährige und erhielt dafür Jubel und Applaus aus dem Publikum.
«Es ist wirklich schwer zu wissen, was man jetzt sagen und tun soll», fuhr die US-Amerikanerin fort. «Ich bin voller Hoffnung in diesem Raum und habe das Gefühl, dass wir einfach weiterkämpfen, unsere Stimme erheben und protestieren müssen. Unsere Stimmen sind wirklich wichtig, und die Menschen sind wichtig. ‹Fuck ICE› ist alles, was ich sagen möchte.»
Wütender Trump
US-Präsident Donald Trump zeigte sich auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social verärgert über die Veranstaltung. Die Musikpreis-Verleihung sei «Müll» und «praktisch nicht anschaubar» schimpfte er.
Moderator Trevor Noah drohte er sogar mit einer Klage. Noah hatte bei der Gala gespottet, dass Trump Grönland haben wolle, weil die Privatinsel von Jeffrey Epstein nicht mehr verfügbar sei. «Er braucht eine neue, um mit Bill Clinton abzuhängen». Er sei aber nie auf der Privatinsel von Epstein gewesen, schrieb Trump. Deswegen werde er Noah nun verklagen. «Mach dich bereit, Noah, ich werde mit dir einiges an Spass haben.»
Preis für den Dalai Lama
Die Grammys wurden in diesem Jahr zum 68. Mal verliehen. Rund 13'000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträger. Die meisten Trophäen gewann der Rapper Kendrick Lamar. Er war mit den meisten Nominierungen in die Gala gegangen und konnte schliesslich fünf von neun in Preise verwandeln.
Einige Prominente feierten ihre Grammy-Premiere: So gewann der Dalai Lama seinen ersten Grammy für sein Hörbuch «Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama».
Auch Regisseur Steven Spielberg bekam erstmals einen Grammy, als Produzent für den «Besten Musikfilm» mit «Music for John Williams». Der 79-Jährige ist nun einer der wenigen sogenannten EGOT-Preisträger, also ein Künstler, der alle vier wichtigen US-Unterhaltungspreise gewonnen hat – Emmy, Grammy, Oscar und Tony.