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Die Cup-Premiere für den FC Rorschach-Goldach
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 16.09.2021.
abspielen. Laufzeit 05:39 Minuten.
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David gegen Goliath Wie sich der FC Rorschach-Goldach auf den FC Basel vorbereitet

Am Sonntag kommt es im beschaulichen Goldach zum Cup-Kracher. Die Spieler freuen sich – und werden immer nervöser.

Der Jubel war riesig, als die erste Mannschaft des FC Rorschach-Goldach ihren Gegner im Schweizer Cup zugelost bekam. Das Team war gerade auf dem Heimweg vom ersten Cup-Spiel in Lausanne, das es mit etwas Glück und dank Joker-Spieler Dejan Janjatovic gewonnen hatte. Ein Mitspieler hat den denkwürdigen Moment im Vereinsbus auf Video festgehalten.

Premiere für einen jungen Klub

Vier Wochen ist das her, am Sonntag gilt es nun ernst. Um 14:30 Uhr spielt der kleine FC Rorschach-Goldach zu Hause gegen den grossen FC Basel – «ein Highlight», sind sich Spieler, Trainer und der Vereinspräsident Markus Hundsbichler einig. Und eine Premiere: «So weit sind wir im Cup noch nie gekommen, unsere Engagements waren jeweils schon früh fertig», sagt Hundsbichler und lacht.

Der FC Rorschach-Goldach ist ein relativ junger Klub, 2017 entstand er aus einer Fusion der Vereine von Rorschach und Goldach. Die erste Mannschaft ist auf diese Saison hin in der zweiten Liga interregional aufgestiegen.

Der Start in die Meisterschaft verlief jedoch harzig. Die ersten drei Spiele hat der FC Rorschach-Goldach verloren. Er steht derzeit auf dem 11. Tabellenplatz, knapp über dem Strich. Erst das vierte Spiel brachte den Erfolg, der mit Blick auf das grosse Cup-Spiel so wichtig war. Mit einem Sieg in der Hauptprobe laufen die Spieler auch gegen einen FC Basel leichter ein, ist sich Captain Patrice Baumann sicher.

Die Stimmung in der Mannschaft sei «auf dem Höhepunkt», die Vorfreude riesig. «Wir stellen uns den Moment vor, vor so vielen Zuschauern einzulaufen oder überlegen uns, was wir gegen diesen oder jenen Gegenspieler von Basel tun könnten», erzählt Baumann. Parallel zur Vorfreude steigt aber auch die Nervosität. Erwartet werden bis zu 4500 Zuschauer. Eine solche Kulisse ist sich kein Spieler des FC Rorschach-Goldach gewohnt.

Wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen, dem Gegner das Leben so schwer wie möglich machen.
Autor: Olaf Sager Trainer FC Rorschach-Goldach

«Es wird laut und eine enorme Fussballpower wird auf uns zukommen», sagt Trainer Olaf Sager. Er versucht deshalb, den Ball möglichst flach zu halten. Trainiert wird wie sonst auch. Es gilt, möglichst viel Normalität aufrechtzuerhalten, auch wenn in der Woche vor dem grossen Match gar nichts normal ist.

Erfahrener Trainer, ehemaliger Profi-Spieler

Sager weiss genau, wie es sich anfühlt, im Cup dem FC Basel gegenüberzustehen. Vor bald zehn Jahren war er noch Trainer beim FC Amriswil, der damals mit 1:6 gegen Basel aus dem Cup ausschied. Aber: Es hatte immerhin für ein Tor gereicht.

Das hat sich auch der FC Rorschach-Goldach für Sonntag vorgenommen. «Ob wir dann dazu kommen, werden wir sehen», sagt Sager. «Wir spielen aber eher defensiv. Wenn wir zu viel Druck machen und vorne angreifen, wird sich das rächen. Wir werden uns aber sicher so teuer wie möglich verkaufen, dem Gegner das Leben so schwer wie möglich machen.»

Legende: Auf dem Sportplatz Kellen in Goldach findet am Sonntag der Cup-Kracher gegen den FC Basel statt Beatrice Strotz, SRF

Die erste Mannschaft des FC Rorschach-Goldach kann aber nicht nur auf die Erfahrung ihres Trainers zählen, sondern auch auf jene eines ehemaligen Profi-Spielers. Dejan Janjatovics Karriere begann einst bei den Junioren des FC Bayern München, führte dann über Getafe zum FC St. Gallen, für den er 108 Spiele absolvierte und gar einmal das «Tor der Rückrunde» erzielte.

Irgendwann musste er den Profi-Fussball allerdings verletzungsbedingt aufgeben. Derzeit arbeitet Janjatovic als Konditionstrainer bei einer St. Galler Tennisschule. Den Fussball aber hat er nicht aufgegeben. Seit Februar spielt er für den FC Rorschach-Goldach.

Kann Janjatovic erneut «helfen»?

Das Training vom Dienstag lässt Janjatovic zwar aus. Die Mannschaft weiss trotzdem, was sie an ihm hat. Im ersten Cupspiel gegen Dardania Lausanne wurde er in der 81. Minute eingewechselt. In der Verlängerung erzielte er das Siegestor für den FC Rorschach-Goldach. In einem Interview mit dem St. Galler Tagblatt sagt er dazu: «Ich konnte dem FC Rorschach-Goldach helfen, das fand ich top.» Vielleicht gelingt ihm das am Sonntag ein zweites Mal.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 14.09.2021, 17:30 Uhr

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