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EU-Sicherheitsnormen Blackbox, Infrarot: Diese Systeme sind neu Pflicht für Autos

Neue europäische Normen machen bestimmte Sicherheitsausrüstungen in Neuwagen ab dem 7. Juli obligatorisch.

In rund einem Monat sind die europäischen Normen GSR 2 – die «General Safety Regulation» – obligatorisch für alle Neuwagen, die in Europa verkauft werden. Bereits jetzt werden die benötigten Fahrassistenzsysteme schrittweise eingeführt.

So wurde 2024 die Unfalldatenspeicherung hinzugefügt, eine Art «Blackbox», die die Sekunden vor und nach einer Kollision aufzeichnet.

Der Bericht von RTS mit deutschen Untertiteln

Die neuen obligatorischen Sicherheitsnormen gelten per 7. Juli 2026. Darin enthalten sind Elemente, die den Neuwagenkauf betreffen. Einmal das «Emergency stop system», kurz EES: Bei einer abrupten Bremsung bei über 50 Kilometern pro Stunde blinken neu die Bremslichter. Zudem eine automatische Notbremsung, welche die Präsenz von Fussgängerinnen oder Velofahrern besser erkennen soll.

Person hält ein Smartphone hinter einem Autosteuer in einem Stau.
Legende: Augen auf im Verkehr? Bald ist eine Infrarotkamera, die dies überwachen soll, Pflicht in jedem Neuwagen. KEYSTONE/DPA/BERND WEISSBROD

Das dritte Element ist die fortgeschrittene Ablenkungswarnung, die ADDW («advanced driver distraction warning», auch DMS («driver monitoring System») genannt. Dieses System besteht aus einer Infrarotkamera, welche auf die Person hinter dem Lenkrad und auf ihre Augen gerichtet ist.

Schutz vor Müdigkeit und Ablenkung

«Das DMS hat das Ziel, den Zustand permanent zu überwachen, um so Müdigkeit, Ablenkung oder Fahruntüchtigkeit zu erkennen», erklärt Automobil-Journalist Olivier Derand gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS.

Konkret werde die Infrarotkamera entweder hinter dem Lenkrad, im Kombiinstrument, an der Lenksäule oder in der A-Säule positioniert sein. Diese Kamera analysiert etwa die Blickrichtung, die Öffnung der Augen, die Häufigkeit des Blinzelns und das Gähnen. Je nach Messung gibt es akustische und visuelle Warnsignale.

«Das ist effektiv, auch wenn es einige als aufdringlich oder bevormundend empfinden», sagt Experte Derand. «Das DMS kann beispielsweise das Touchpad des Unterhaltungssystems deaktivieren, wenn es der Meinung ist, dass man zu lange auf die Senderliste schaut.»

Das Bundesamt für Strassen (Astra) gibt sich auf Anfrage von RTS beruhigt. Die Bilder des DMS würden nicht gespeichert, sondern in Echtzeit und in einem geschlossenen Kreislauf verarbeitet, ohne Verwendung der biometrischen Daten. Zwar müssten die Fahrassistenten obligatorisch eingebaut werden, sollten aber in der Regel manuell deaktivierbar sein. Allerdings sind die Herstellerfirmen verpflichtet, bei jedem Start des Autos die Systeme wieder zu reaktivieren.

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RTS On en parle, 10.06.2026, 08:35 Uhr; noes

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