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Gefährlicher Hausbesuch Bankbetrug in Genf: Ehepaar rettet Ersparnisse in letzter Sekunde

Wegen eines ausgeklügelten Betrugsversuchs hätte ein Genfer Ehepaar fast seine gesamten Ersparnisse verloren. Die Betrüger gaben sich als falsche Mitarbeiter der UBS aus.

Nach der traumatischen Erfahrung legt das Ehepaar Wert darauf, mit dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) persönlich in den Studios zu sprechen, um sicher zu sein, dass es mit realen Menschen spricht. Auch wollen sie anonym bleiben.

An einem Morgen im April erhält die Frau einen Anruf auf ihre Festnetznummer. Die Telefonnummer beginnt mit 022, der Vorwahl von Genf. Am anderen Ende der Leitung stellt sich ein Mann als Herr Chappuis von der Bank UBS vor. Es stellt sich heraus, dass sich ein Herr Chappuis in der Vergangenheit um die Hypothek des Ehepaars gekümmert hatte.

Hören Sie die Aussage von einem der beiden Betrugsopfer:

Nachdem das Vertrauen hergestellt ist, teilt der Betrüger mit, dass Transaktionen vom Bankkonto des Ehepaars in Höhe von 5000 Franken nach Portugal laufen. Er rufe an, um zu überprüfen, ob diese betrügerisch seien. Die Genferin gerät in Panik und die Falle wird gestellt. «Er sprach auf professionelle Weise. Ich hatte keinen Zweifel», sagt sie gegenüber RTS.

Kurz darauf kommt ihr Ehemann nach Hause. Seine Ehefrau reicht ihm den Hörer. Der Genfer erinnert sich an die Worte des Betrügers: «Er erklärt mir, dass er mit der Polizei in Verbindung stehe und für uns Anzeige erstatten werde. Er bittet mich, eine schriftliche Bestätigung zu erstellen, da er diese für die Anzeigenerstattung brauche. Ich notiere alles, was er mir sagt.»

Schliesslich habe der Betrüger vom Ehemann verlangt, die Geheimcodes der drei Bankkarten zu notieren und die Bestätigung zu unterschreiben. Dann solle er alles in einen Umschlag stecken und auf der Rückseite einen Code notieren. Eine Person werde zum Ehepaar nach Hause kommen und neue Karten mitbringen. Der Ehemann erinnert sich: «Ich bin nicht naiv, aber ich gestehe, dass ich in Panik war. Ich habe ausgeführt, was dieser Herr mir sagte. Es gab einen professionellen Druck.»

Dennoch bleibt er skeptisch. Er erwähnt seine Zweifel. Der Betrüger verlangt, wieder mit seiner Frau zu sprechen, und erinnert an die Dringlichkeit.

Ein Reflex, der sich auszahlt

Insgesamt dauert das Telefongespräch zwei Stunden. Während dieses endlosen Gesprächs erhält das Ehepaar einen Anruf ihrer Tochter auf dem Handy. Der Betrüger hört es, stellt Fragen und erklärt den Eheleuten, dass sie eine «Schweigepflicht» hätten und «keine Anrufe entgegennehmen dürften, solange das Verfahren läuft».

Die beiden Opfer geben schliesslich nach und stecken ihre Bankkarten in einen Umschlag. Glücklicherweise haben sie einen Reflex, der sie retten wird: Sie zerschneiden die Chipkarten und machen sie damit unbrauchbar.

Person mit Fernbedienung in einem Sessel sitzend, mit Brille daneben.
Legende: Zuerst der falsche Anruf von der Bank aufs Festnetz, dann der Besuch eines Mitarbeiters an der Haustüre: So gingen die Betrüger im Fall des Genfer Ehepaars vor. KEYSTONE/DPA/Roland Weihrauch

Eine Person erscheint wie angekündigt bei ihnen zu Hause. «Es war eine junge Person von etwa 25 Jahren, elegant. Sie nannte uns den Code, den der falsche Banker uns gegeben hatte, um ihre Identität zu bestätigen. Dann wollte sie, dass ich ihr den Umschlag gebe, was ich tat. Sie nahm ihn und ging», erinnert sich die Frau.

Sobald die Tür geschlossen ist, erkennt sie den Betrug. «Das ist unglaublich. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas in meinem Leben erleben würde», fügt ihr Mann hinzu.

Eineinhalb Monate danach denkt das Ehepaar immer noch an diese Erfahrung, im Bewusstsein, beinahe die Gesamtheit der eigenen Ersparnisse verloren zu haben. Der Ehemann sagt: «Selbst wenn man zu 90 Prozent sicher ist, dass etwas nicht stimmt, sorgen die restlichen 10 Prozent dafür, dass man auf ihre Masche hereinfällt.»

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RTS, On en parle, 8.6.2026, 8:36 Uhr;weds

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