Nach dem erneuten Schlagabtausch zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran scheinen der Bürgenstock und das «Memorandum of Understanding» inzwischen weit entfernt.
In dieser Zeit macht die Schweiz jedoch deutlich, dass sie eine diplomatische und humanitäre Rolle wahrnehmen möchte: insbesondere im Libanon und in Syrien. Mit Patricia Danzi, Direktorin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), und Monika Schmutz Kirgöz, Leiterin der Abteilung Naher Osten und Nordafrika des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), waren dieser Tage gleich zwei Top-Diplomatinnen auf Besuch im Nahen Osten.
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Bild 1 von 2. Patricia Danzi, Direktorin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), in Syrien. Bildquelle: Tammam Shouker/RSI.
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Bild 2 von 2. Patricia Danzi (links aussen) und Monika Schmutz Kirgöz (dritte von links) während ihrer Reise in den Libanon und nach Syrien. Bildquelle: Tammam Shouker/RSI.
«Ich sehe ein Syrien mit einem starken Willen, voranzukommen und den Weg in eine bessere Zukunft zu gehen», sagt Monika Schmutz Kirgöz gegenüber dem Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz RSI. «Wir sehen auch nach wie vor den Willen, die Inklusion im Land zu bewahren. Ich weiss, dass es sehr viel Kritik gibt bezüglich einer Islamisierung, aber es wird versucht, dieses einzigartige Mosaik zu erhalten, das die syrische Gesellschaft ist.»
Der Beitrag von RSI mit deutschen Untertiteln:
Zwischen 2017 und 2024 war die Schweiz das einzige Land, das eine humanitäre Präsenz in Syrien aufrechterhielt. In Damaskus hat die Schweiz gerade ein neues Kooperationsbüro eröffnet. «Mit diesem Upgrade für ein Kooperationsbüro lautet die Botschaft: Wir sind da, wir wollen mehr tun. Wir wollen breiter aufgestellt sein, auch tiefgreifender in allem, was wir tun», sagt die Diplomatin.
In der libanesischen Hauptstadt Beirut hat die Schweizer Diplomatie ihre Bereitschaft bekräftigt, in dieser für die Region kritischen Phase diskret ihre Dienste anzubieten. In erster Linie auch in den Beziehungen zwischen Teheran und Washington.
Monika Schmutz Kirgöz erinnert daran, dass die Schweiz in den beiden Ländern Zugang zu den höchsten Ebenen hat und «als neutraler Partner wahrgenommen wird, der immer einen Mehrwert bringen kann». Und sie fährt fort: «Wir sind am Arbeiten, wir sind sehr aktiv, aber wir sprechen nicht darüber. Ich sage immer, dass unsere Diplomatie langfristig und leise ist, keine Megafon-Diplomatie.»