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Schweinezucht Fall von Tierquälerei im Kanton Waadt aufgedeckt

Ein Video zeigt einen Fall von Tierquälerei in einer Schweinezucht im Kanton Waadt. Ein Verfahren wurde eröffnet.

Die Bilder, die von einem Tierschutz-Kollektiv heimlich aufgezeichnet wurden, sind hart: Ein Schwein wird mit einer Schaufel geschlagen, oder ein Ferkel wird so hart auf den Boden geworfen, dass es stirbt. Auch sieht man Tierkadaver, die inmitten lebender Tiere liegen. Die Aufnahmen seien in diesem Jahr gemacht worden, behauptet das Kollektiv «Observatoire du spécisme», das die Bilder veröffentlicht hat.

Der kantonale Tierarzt des Kantons Waadt, Giovanni Peduto, hat gegenüber Keystone-SDA bestätigt, dass er ein Verfahren eröffnet hat, um «die Umstände der Aufnahme der Bilder zu überprüfen, den betreffenden Ort mit Sicherheit festzustellen und die für diese Handlungen verantwortlichen Personen zu identifizieren».

Der Bericht von RTS mit deutschen Untertiteln:

Das Kollektiv hat zudem angekündigt, Strafanzeige einzureichen. Brisant ist: Die Familie, die die besagte Schweinezucht besitzt, soll bereits 2016 und 2017 mit Tierquälerei für Schlagzeilen gesorgt haben. Damals hatte die Waadtländer Regierung verschiedene Massnahmen ergriffen, darunter eine Strafanzeige sowie administrative Sanktionen. Zudem wurde die Überwachung der Schweinezuchten verstärkt.

Betreiber nimmt Bedenken «sehr ernst»

Der nun betroffene Betrieb wurde «vor weniger als acht Monaten» einer unangemeldeten Kontrolle unterzogen. Dort wurden «keinerlei Verstösse bei der Infrastruktur oder den Haltungsbedingungen der Tiere» festgestellt. So war es auch bei vorherigen Kontrollen. Bis dahin «deutet nichts darauf hin, dass die Produktionsprozesse und die Anlagen des Betriebs von den geltenden gesetzlichen Anforderungen abweichen», so Kantonstierarzt Peduto gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS).

Wie kann es sein, dass solche Verstösse bei Kontrollen nicht gesehen werden? Peduto erklärt dies gegenüber RTS so: «Kontrollen beobachten, was im Betrieb geschieht, also die Haltungsbedingungen oder die Infrastruktur.» Doch die jetzigen Vergehen seien «Handlungen, die in Kontrollen nicht ersichtlich sind».

Der Betreiber der Schweinezucht versichert RTS, dass er die «geäusserten Bedenken hinsichtlich des Tierwohls sehr ernst» nehme. «Wir möchten jedoch klarstellen, dass die verbreiteten Bilder weder die tägliche Realität unseres Betriebs noch das ständige Engagement unserer Familie und unseres Personals für die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere widerspiegeln.»

Die jetzigen Vorwürfe betreffen «das unangemessene Verhalten eines Mitarbeiters» und «entsprechen nicht den Werten und Anforderungen» der Schweinezucht, so der Betreiber weiter. Ein solches Verhalten «ist inakzeptabel, und notwendige Massnahmen werden ergriffen, damit sich eine solche Situation nicht wiederholen kann».

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RTS 19h30, 1.6.2026, 19:30 Uhr;brus

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