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Stimmen aus der Community Sonntagsverkäufe: Die Mehrheit der «dialog»-Community ist dagegen

Die Debatte um Sonntagsverkäufe zeigt: Der Sonntag ist für viele mehr als ein Einkaufstag. Die «dialog»-Community stellt sich deutlich gegen mehr Sonntagsverkäufe – vor allem zum Schutz der Familienzeit.

Kein längeres Shopping am Wochenende: Der Ständerat hat eine Ausweitung der Sonntagsverkäufe knapp verhindert. Mit 22 zu 21 Stimmen lehnte die kleine Kammer den Vorschlag ihrer Kommission ab und schickt das Geschäft zurück an den Nationalrat.

Ein Entscheid im Sinne der «dialog»-Community: In einer nicht repräsentativen Umfrage sprechen sich rund 71 Prozent gegen mehr Sonntagsverkäufe aus.

In einer Gesellschaft, die bereits von starkem Individualismus geprägt ist, würde das Verschwinden der Sonntagsruhe dieses Phänomen noch verstärken.
Autor: «Philippe R» «dialog»-User

«Am Sonntag arbeiten zu müssen, beeinträchtigt das Familien- und Sozialleben der Arbeitnehmenden erheblich», argumentiert der User mit dem Pseudonym «Federico Cardelli».

Das findet auch «Philippe R»: «Es ist wichtig, dass eine Familie, aber auch die Gesellschaft als Ganzes, sich während gemeinsamer Ruhezeiten zusammenfinden kann. In einer Gesellschaft, die bereits von starkem Individualismus geprägt ist, würde das Verschwinden der Sonntagsruhe dieses Phänomen noch verstärken.»

Eine Person sitzt auf einem Sofa neben einem Einkaufswagen voller Waren in einem hell erleuchteten Raum.
Legende: Der Einkaufswagen ist voll – der Sonntag muss es nicht auch noch sein, findet die «dialog»-Community. Sie wünscht sich, dass der Sonntag ein Ruhetag bleibt. KEYSTONE / GORAN BASIC

«Franziska Greising» denkt dabei vor allem an die Betroffenen: «Mehrheitlich Mütter mit kleinem Einkommen, die in der Folge die Sonntage beim Verkauf oder an diversen Kassen verbringen würden statt mit der Familie. Sehr oft wären es Alleinerziehende, deren Kinder wieder ohne Betreuung durch ihre Mütter wären.»

Verwaltungen, Banken, Versicherungen und Gemeinden haben auch keine speziellen Öffnungszeiten.
Autor: «Flora» «dialog»-Userin

Die Userin mit dem Pseudonym «Flora» habe selbst eine Zeit lang am Sonntag gearbeitet und könne dies bestätigen: «Das Private litt sehr darunter», sagt sie und mahnt: «Man hat genügend Zeit, unter der Woche einzukaufen. Verwaltungen, Banken, Versicherungen, Gemeinden usw. haben auch keine speziellen Öffnungszeiten.»

«Schannini Isaken» habe aus Kindersicht erlebt, dass das Leben darunter leide: «Meine Mutter hat im Detailhandel gearbeitet. Über Weihnachten und Silvester hiess es dann immer ‹Sonntagsöffnungszeiten›. Ich empfand das damals schon als zu viel.»

Neben arbeitsrechtlichen und gesellschaftlichen Fragen wird in der Diskussion um die Ladenöffnungszeiten auch die Nachhaltigkeit thematisiert: «Längere Öffnungszeiten bedeuten mehr Energieverbrauch. Gleichzeitig erwarten wir von der Bevölkerung, Energie zu sparen», schreibt beispielsweise «Thomas Schreiber».

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Dem widerspricht jedoch «Yvan Decreux»: «All diese Räumlichkeiten, die einen Teil der Zeit ungenutzt bleiben, sind in gewisser Weise eine Umweltverschwendung.» Er denke, dass «sich mit erweiterten Öffnungszeiten die Einkäufe über eine längere Zeitspanne» verteilen würden, «daher benötigt man eine geringere Fläche für dasselbe Verkaufsvolumen».

Userin «Penseur Concerné» hingegen lässt auch das Argument, Sonntagsverkäufe belasteten das Familienleben, nicht gelten: «Wenn man die ganze Woche damit beschäftigt ist, die Kinder zu betreuen, einer Vollzeitarbeit nachzugehen, und der Samstag mit den Aktivitäten der Kinder ausgefüllt ist, wäre ich sehr froh, am Sonntag einkaufen gehen zu können.»

Auch arbeitsrechtlich seien mehr Sonntagsverkäufe kein Problem: «Es war nie die Rede davon, die Arbeitsbelastung der bestehenden Angestellten zu erhöhen. Also schafft dies mehr Stellen für eine Bevölkerungsgruppe wie Studierende, die zeitliche Einschränkungen hat.»

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Radio SRF 1, Forum, 4.6.2026, 10 Uhr;wyss

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