- Kaffee eignet sich nicht nur als Wachmacher, sondern auch als Kontrastmittel in der Mikroskopie.
- Das haben Forschende aus Österreich herausgefunden, die eine harmlose und günstige Alternative zum hochgiftigen und radioaktiven Uranylacetat gesucht haben.
- Dieses wird bei der Untersuchung biologischer Proben mit dem Elektronenmikroskop eingesetzt.
Bilder der untersuchten Proben mit Espresso hätten eine ebenso gute Qualität, teilweise sogar besser, teilte die Technische Universität Graz (TU Graz) mit. Ihre Erkenntnisse haben die Forschenden im Fachmagazin «Methods» publiziert.
Kaffee ist nicht nur ein belebendes Getränk, er hinterlässt auch farbliche Spuren – in Kaffeetassen, auf Zähnen und in Ultradünnschnitten von biologischem Gewebe. Um deren einzelne Strukturen besser voneinander zu unterscheiden werden die hauchdünnen Gewebeproben vor der Untersuchung im Elektronenmikroskop kontrastiert.
Eines der seit Jahrzehnten sehr häufig verwendetes Färbemittel ist Uranylacetat, das aber toxisch und radioaktiv ist. Forschende suchen daher schon länger nach möglichst umweltfreundlichen Alternativen.