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20 Jahre Helene Fischer Wie Helene sich zum grossen Fisch mauserte

Heute ist Helene Fischer eine der erfolgreichsten Musikerinnen des deutschsprachigen Raums und macht Millionenumsätze – doch vor 20 Jahren begann ihre Bühnenkarriere ganz bescheiden. Ein Rückblick.

Helene Fischer ist ein deutscher Star der Superlative: Ihre Konzerte sind Spektakel von internationalem Format, mit riesigen Bühnenshows und einer Sängerin, die auch kopfüber an Seilen hängend die Töne trifft. Über 18 Millionen Tonträger hat sie verkauft. Im Jahr 2018 listete das Forbes Magazine Fischer in den Top 10 der bestverdienenden Musikerinnen der Welt.

Das kleine Zirkuspferd

Das Talent zur Selbstdarstellung ist Helene Fischer schon früh gegeben, wie sie selbst sagt: «Ich habe es schon als Kind geliebt, mich zu verkleiden und in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Meine Eltern haben das beobachtet und gemerkt: Hier ist ein kleines Zirkuspferd, das wir nicht bändigen können. Auf jeder Geburtstagsfeier habe ich die Gelegenheit genutzt, etwas vorzuführen, Witze zu erzählen. Ich war schon in jungen Jahren ein Bühnenkind.»

Ihre Talente soll eine dreijährige Ausbildung zur Musicaldarstellerin bündeln, die Helene Fischer 2003 abschliesst. Doch weil ihre Mutter nebenbei auch Demosongs an Musikproduzenten und Manager schickt, landet Helene schliesslich im Musikgeschäft. Mit 21 Jahren ergattert sie einen ersten grossen Fernsehauftritt an der Seite von Florian Silbereisen.

Das «Traumpaar des Deutschen Schlagers»

Mit Silbereisen ist Helene Fischer ab 2008 auch liiert – zehn Jahre lang gelten die beiden als das «Traumpaar des Deutschen Schlagers». Das Bild zerbricht 2018, als Fischer mit dem Luftakrobaten Thomas Seitel zusammenkommt, dem Vater ihrer Kinder.

Ihn lernt sie bei der Arbeit an ihren Bühnenshows kennen, die immer aufwändiger inszeniert und mit akrobatischen Elementen angereichert werden. Höhepunkt dieser Entwicklung ist die «Rausch» Tournee von 2023, die sie zusammen mit dem Cirque du Soleil konzipiert.

Die Tücken des Trapez

Doch die akrobatischen Einlagen haben ihre Tücken: Bei den Proben zur Tour bricht sich Helene Fischer eine Rippe, der Start muss verschoben werden. Und während eines Konzertes in Hannover im Juni 2023 schlägt sie den Kopf am Trapez an und muss den Auftritt mit einer blutenden Platzwunde vorzeitig beenden.

Ich habe mich bewusst gegen neues, verrücktes Akrobatisches entschieden
Autor: Helene Fischer Musikerin

Für die kommende Tournee im Sommer 2026 will es die zweifache Mutter etwas ruhiger angehen lassen. Es werden die ersten Stadionkonzerte nach ihrem «Mutterschaftsurlaub» in der zweiten Jahreshälfte 2025. «Ich habe mich für diese kommende Tournee bewusst dagegen entschieden, nochmals danach zu suchen, was wir akrobatisches neues verrücktes auf die Beine stellen können», erklärt Fischer. «Ich will 20 Jahre Bühnenjubiläum feiern, die Fans kommen an erster Stelle, es geht um die Musik und was uns verbindet.»

Der Luxus des Langsamen

In diesen 20 Jahren hatte Helene Fischer Zeit, zu wachsen. Ein Privileg, das sie bei jungen Talenten heute kaum mehr sieht: «Ich habe die kleinsten Stadtfeste gemacht und durfte so erst mal gucken: Wie fühlt es sich an?» Es habe viele Jahre gedauert bis sie wusste, was sie machen will.

Man gibt den Jungen keine Zeit mehr zu reifen
Autor: Helene Fischer Musikerin

«Heute hat kein junger Künstler mehr diese Zeit, da gibt's nur: Funktioniert's sofort? Wenn nicht, bist du raus. Das finde ich wahnsinnig schade. Man gibt den Jungen keine Zeit mehr zu reifen und Erfahrungen zu sammeln.»

SRF 1, 10vor10, 26.2.2026, 21:50 Uhr

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