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Gute Lügen, böse Lügen «Emma lügt»: Das ist die neue SRF-Miniserie

Jetzt online auf Play Suisse: Die sechsteilige Serie «Emma lügt» – das zumindest ist keine Lüge.

Haben Sie heute schon gelogen? Nein? Dann lügen Sie jetzt wahrscheinlich. Übertreibungen, Ausreden, Notlügen – Menschen schummeln, erfinden und flunkern sich durchs Leben, dass sich die Balken biegen. Gemäss Studien verdrehen wir Dutzende Male pro Tag die Wahrheit. Das Netz an Lügen, das wir damit täglich um uns spinnen, dient als Basis für die neue SRF-Miniserie «Emma lügt».

«Emma lügt»: Der Serientitel ist Programm

Die achtjährige Emma, gespielt von Alma Klingenbeck, lügt wie gedruckt. Zumindest auf den ersten Blick. «Man hat zuerst das Gefühl, das Mädchen lügt», präzisiert Drehbuchautorin Laura de Weck (41). «Aber eigentlich entblösst Emma mit ihren Lügen die Lügen ihrer Eltern.»

Video
«Emma lügt» - bei SRF biegen sich die Balken
Aus Gesichter & Geschichten vom 01.09.2022.
abspielen. Laufzeit 5 Minuten 12 Sekunden.

Das sind zum einen die Lügen der Mutter, die ihre Affäre verheimlichen will. Und zum anderen die Lügen des Vaters, der mit einer erfundenen Liebschaft versucht, seine Ehe zu retten. Und so wird auch für Emma das Lügen zum Weg des geringsten Widerstands.

Böse Lügen, gute Lügen

Lügen haben Drehbuchautorin Laura de Weck schon immer fasziniert. Doch nie war das Thema in ihren Augen aktueller: «Als wir mit der Entwicklung gestartet haben, hat gerade der Ukraine-Krieg begonnen. Damit wurde das Thema Lügen brandaktuell. Auch während der Corona-Zeit wurde viel über Unwahrheiten diskutiert. Was mir gefällt, ist, wenn man das, was politisch in der Luft liegt, aufs ganz Private herunterbricht.»

Privat belügt man erwiesenermassen am häufigsten jene Menschen, die einem nahestehen. Doch so verpönt das Schwindeln ist: Es dient auch als sozialer Kitt. Wir stimmen zu, um dazuzugehören. Wir beschönigen, um nicht zu verletzen. Wir leugnen, um zu beschützen.

Sendehinweis:

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Auf Play Suisse wird «Emma lügt» seit 1. September zum «Bingewatching» angeboten. Ab dann können alle sechs Episoden gestreamt werden.

Auf SRF 1 läuft die Serie am Sonntag, dem 11. September, um 21:40 im Anschluss an den neuen Zürcher Tatort. Zeitgleich stehen alle Episoden auch auf Play SRF zur Verfügung. Auf SRF 2 erfolgt die TV-Ausstrahlung am 14. September um 20:10 Uhr.

Martin Vischer (41) spielt in der Serie Emmas Vater. «Wenn man jemandem etwas nicht sagt, um ihn zu schützen, dann ist das etwas Gutes», findet er. Und ergänzt: «Wenn man jemandem die Unwahrheit sagt, weil man ihn sonst verletzen würde oder es nichts bringt, dann ist Lügen ein legitimes Mittel.»

Dieser Meinung ist auch Regisseurin Bettina Oberli: «Man muss unterscheiden: Es gibt kleine Lügen, es gibt charmante Lügen, es gibt Notlügen, es gibt schlimme Lügen, es gibt Lügen, die jemandem schaden, es gibt aber auch Lügen, die helfen können.»

SRF 1, Gesichter und Geschichten, 25.08.2022, 18:35 Uhr;

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