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Mittel gegen Haarausfall Die Glatze stresst – doch es gibt Abhilfe

Mehr Junge und mehr Frauen greifen zu Mitteln gegen Haarausfall, doch nicht alle bringen etwas. Das hilft wirklich.

Kundschaft wird jünger: Galaxus verkauft deutlich mehr Mittel, die mehr und besseren Haarwuchs versprechen, wie der Schweizer Online-Händler mitteilt. Der Zuwachs bei entsprechenden Haarölen und -seren beträgt demnach 107 Prozent im vergangenen Jahr, von Shampoos mit demselben Versprechen wurden 54 Prozent mehr verkauft. Zugleich würden die entsprechenden Kunden und Kundinnen deutlich jünger, teilt Galaxus mit. Zudem nimmt der Anteil der Kundinnen ebenfalls stetig zu.

Expertin sieht ebenfalls Veränderung: Die Ärztin Myriam Wyss Fopp befasst sich in ihrer Praxis seit bald 30 Jahren mit dem Thema Haarausfall. Die Dermatologin sagt, dass bei ihr immer schon viele Betroffene Hilfe gesucht hätten. In letzter Zeit habe sie aber durchaus nochmal eine Zunahme beobachtet. Sie vermutet Social Media als einen Treiber, da dies Äusserlichkeiten mehr Auftrieb gebe.

Haarverlust belastet: Der Haarverlust sei gerade für junge Männer eine Belastung, sagt Dermatologin Wyss Fopp. Zu ihr kämen schon 18-Jährige, die merken, dass sich ihre Haare lichten. Und das nage bei vielen am Selbstbewusstsein – einige zögen sich deswegen sogar zunehmend zurück und gingen weniger unter Leute. Auch für Frauen ist Haarausfall ein schwieriges Thema, da gerade für sie lange und schöne Haare oftmals wichtig sind.

Ursachen sind vielfältig: Die Gründe für den Haarverlust liegen oft in den Genen – Haarverlust im Alter sei selbst bei unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, zu beobachten, so Wyss Fopp. Auch die Hormone können eine Rolle spielen oder Eisenmangel, gerade bei Frauen. Zudem können auch Infektionserkrankungen oder eine starke Gewichtsabnahme zum Haarverlust führen.

Wirksame Gegenmittel: Derzeit gibt es laut der Dermatologin Wyss Fopp zwei wirksame Mittel gegen den Haarausfall. Der eine Wirkstoff ist Finasterid, der nur bei Männern wirkt. Der andere Wirkstoff ist Minoxidil, er wirkt bei Männern und bei Frauen. Ebenfalls zur Anwendung komme in ihrer Praxis die Eigenbluttherapie, bei der aus dem eigenen Blut Plasma gewonnen wird, das dann wieder in die Kopfhaut gespritzt wird. Das ergebe aus ihrer Sicht aber nur in Kombination mit anderen Therapien Sinn, so Wyss Fopp.

Abklärungen nötig: Haarausfall lasse sich nur dann sinnvoll bekämpfen, wenn auch die Gründe dafür bekannt seien, hält die Expertin für Haarverlust fest. Darum rät Wyss Fopp von einer Behandlung auf eigene Faust ab – Vorsicht sei insbesondere dann geboten, wenn man die Mittel online im Ausland bestelle.

Alternative Haartransplantation: Liefern Medikamente nicht die gewünschte Lösung, bietet sich als Alternative die Haartransplantation an. Hier sei es aber wichtig zu warten, bis sich die Situation stabilisiert habe und einem nicht immer noch mehr Haare ausfallen, mahnt Myriam Wyss Fopp.

Newsplus, 11.2.2026, 16 Uhr ; 

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