Die Schweiz wird oft als «Recycling-Weltmeisterin» gefeiert – und das nicht zu Unrecht: Weltweit betrachtet gehören die Schweizerinnen und Schweizern zu den fleissigsten Wiederverwerter und Wiederverwerterinnen von Abfall.
Doch wenn es um Plastikmüll geht, ist die Schweiz weit von der Weltspitze entfernt. Nur zehn Prozent des Plastikmülls werden hier recycelt. Der Grossteil der jährlich anfallenden 780‘000 Tonnen Kunststoffabfälle landet in Kehrichtverbrennungsanlagen. Aber warum sind die Schweizerinnen und Schweizer so schlecht im Plastik-Recycling?
«Die Schweiz ist einfach zu reich», sagt Magdalena Klotz, die an der ETH zum Thema forscht. «Wir kaufen zu viele Produkte, deren Verpackungen dann auf dem Müll landen.» Zudem fehle in der Schweiz noch ein einheitliches Sammelsystem für Plastikmüll.