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Sommer, Sonne, Insta-Story Noch ein Strandfoto?! So sticht Ihr Social-Media-Post heraus

Es sind Sommerferien! Und ja, er liebt «la dolce vita», sie geniesst den Sommer in den Bergen, der Sonnenuntergang ist bezaubernd, das Wetter ist warm. Die Ferien-Posts sind zwar schön anzuschauen, ja, aber vielleicht auch etwas – eintönig? Eine Social-Media-Expertin und eine Content-Creatorin erklären, was es braucht, damit Ihr Ferien-Beitrag nicht zwischen allen anderen versandet.

Zeigen Sie sich selbst

Im Feed bleibt man eher hängen, wenn sichtbar ist, wer gerade etwas erlebt. «Nur so fällt mir auf, dass ich aufhören muss zu scrollen», sagt Tanja Herrmann. Sie ist Inhaberin einer Social-Media-Agentur und Expertin für Influencer-Marketing. Die Menschen wollten sehen, was eine Person erlebe – und nicht Bilder, die jede andere Person auch hätte posten können.

Wählen Sie ein klares Sujet

«Da will ich auch hin, wo ist das?!» Wenn ein Beitrag diese Reaktion auslöst, hat er vieles richtig gemacht. Das Sujet soll laut Herrmann entweder Wiedererkennung auslösen oder überraschen. Wichtig ist: Das Bild muss auch auf dem kleinen Handybildschirm funktionieren. Wer einen schönen Moment zeigen will, sollte sich fragen: Erkennt man sofort, worum es geht?

Menschen am Strand und im Wasser bei sonnigem Wetter.
Legende: Zu viele Details, ein unklarer Ausschnitt, das Spannende irgendwo im Bild – und schon wird weitergescrollt. Keystone / EPA / ZURAB KURTSIKIDZE

Probieren Sie neue Perspektiven aus

Nicht jedes Ferienbild brauche ein komplett neues Sujet. Marlise Freitas, Liechtensteiner Content-Creatorin alias «Guacamarlise», empfiehlt, nicht nur mit der normalen Handy-Einstellung zu fotografieren. Lieber einmal zoomen oder ein Element im Vordergrund einbauen: eine Palme, einen Schatten, ein Detail. «So wirkt auch ein bekanntes Motiv weniger 08/15.»

Themen von Guacamarlise: Reisen, Selbständigkeit, Liechtenstein

Erzählen Sie, was der Moment mit Ihnen macht

Ein Ferienbild wird dann interessant, wenn klar wird, warum genau dieser Moment wichtig war. Freitas sagt: Ein guter Reise-Post sollte eine Geschichte erzählen, eine echte Emotion zeigen oder eine neue Perspektive eröffnen. Also nicht nur: Hier ist ein Sonnenuntergang. Sondern: Was hat dieser Sonnenuntergang mit mir gemacht?

Momente, die Sie auch Freundinnen und Freunden erzählen würden

Ein seltsames Gericht, ein unglaublicher Ausblick, eine Panne: Herrmann und Freitas landen beim gleichen Gedanken: Gute Ferien-Posts zeigen ein Erlebnis, das man seinen Freundinnen und Freunden erzählen will.

Nutzen Sie Carousels wie ein kleines Fotoalbum

Mehrere Bilder hintereinander funktionieren laut Herrmann besonders gut, weil sie eine kleine Geschichte erzählen können. «Ich kann wie durch ein Fotoalbum durchblättern.» Wichtig sei, dass die Beiträge Stimmung transportieren. Besonders wirkungsvoll können sogenannte Carousels sein, wenn sie mit kurzen Video-Snippets ergänzt werden.

Collage von Urlaubsbildern mit einem lächelnden Emoji.
Legende: Wer sich durch mehrere Bilder klickt, eine längere Caption liest oder ein Video anschaut, bleibt länger beim Beitrag. Genau diese Verweildauer sei für den Algorithmus wichtig, erklärt die Social-Media-Expertin Tanja Herrmann. SRF / Instagram @guacamarlise und @harrsyding

Schreiben Sie Captions wie Bildlegenden

Der eigentliche Hook sollte laut Herrmann im Bild oder Video liegen. Die Caption könne aber erklären, was man sehe, wo der Ort sei und warum der Moment besonders war. Bei mehreren Bildern dürfe sie wie eine kleine Bildergalerie funktionieren: Bild eins zeigt diesen Moment, Bild zwei jenen Ort, Bild drei dieses Erlebnis.

Caption als Service: «Ausformulierungen machen Posts auffindbar»

Setzen Sie nicht auf Perfektion

Perfekte Ferienbilder gibt es unzählige. Herrmann sagt: «Es geht nicht um perfekte Bilder. Die kann die KI generieren. Es geht um Erlebnisse, witzige Dinge, einmalige Eindrücke und Emotionen.» Auch Guacamarlise findet spontane Bilder und Videos oft besser als stark geplante. Auffallen kann also gerade das, was persönlicher, echter oder überraschender wirkt. Oder wie Herrmann sagt: «Freude haben beim Festhalten der Erinnerung.»

Unterschätzen Sie den Aufwand nicht

Box aufklappen Box zuklappen

Was spontan aussieht, ist oft nicht spontan entstanden. Guacamarlise sagt, dass hinter einem Video schnell eine halbe Stunde bis zwei Stunden Arbeit stecken können. Auch Bilder werden ausgewählt, kombiniert und mit einer passenden Geschichte verbunden. Gute Ferien-Posts entstehen also nicht nur beim Fotografieren und Filmen, sondern auch danach.

Echo der Zeit, 1.7.2026, 18 Uhr

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