13-jährige Palästinenserin nach Messerattacke erschossen

Im Westjordanland hat ein israelischer Wachmann in einer jüdischen Siedlung eine 13-jährige Palästinenserin erschossen. Das Mädchen hatte zuvor versucht, den Mann mit einem Messer zu attackieren.

Eine jüdische Siedlung im Westjordanland. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die expansive Siedlungstätigkeit im Westjordanland heizt den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis noch an. Keystone

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern fordert immer jüngere Opfer. Eine 13-jährige Palästinenserin wurde bei dem Versuch erschossen, einen Sicherheitsmann in der jüdischen Siedlung Anatot im Westjordanland mit einem Messer anzugreifen. Daraufhin habe der Mann das Feuer auf sie eröffnet. Laut der israelischen Polizei wurde der Sicherheitsbeamte nicht verletzt.

Seit Anfang Oktober haben israelische Sicherheitskräfte 149 Palästinenser getötet, 95 von ihnen hatten offiziellen Angaben zufolge Israelis attackiert. Die meisten anderen kamen in gewaltsamen Protesten ums Leben. Bei den palästinensischen Übergriffen wurden 25 Israelis und ein US-Bürger getötet.

Als Auslöser der Gewalt gilt neben der Enttäuschung über den stockenden Friedensprozess ein Streit über den Zugang zum Jerusalemer Tempelberg, auf dem sich Heiligtümer von Juden, Muslimen und Christen befinden.