Zum Inhalt springen

Header

Video
US-Ermittler vereiteln Entführung von Michigans Gouverneurin
Aus Tagesschau vom 09.10.2020.
abspielen
Inhalt

13 Verdächtige festgenommen US-Ermittler vereiteln Entführung von Michigans Gouverneurin

  • Die US-Justiz-Behörden haben offenbar die Entführung der demokratischen Gouverneurin von Michigan vereitelt.
  • Eine bewaffnete Miliz habe geplant, Gretchen Whitmer zu kidnappen, das Parlamentsgebäude des Bundesstaats einzunehmen und Gewalt zu schüren.
  • Insgesamt 13 Personen sind festgenommen worden, wie die Staatsanwaltschaft Michigans mitteilt.
Whitmers hartes Vorgehen gegen Corona hatte in ihrem Bundesstaat im Frühling Widerstand ausgelöst.
Legende: Whitmers hartes Vorgehen gegen Corona hatte in ihrem Bundesstaat im Frühling Widerstand ausgelöst. Reuters

Mehrere Verdächtige sollen im US-Bundesstaat Michigan einen Komplott gegen die Regierung und die Entführung von Gouverneurin Gretchen Whitmer geplant haben. Die Behörden verkündeten am Donnerstag 13 Festnahmen. Gegen sechs Männer wurden auf Bundesebene Strafanzeigen gestellt, gegen sieben weitere auf Ebene des Bundesstaates.

Verdächtigen droht lebenslange Haft

Die Bundespolizei FBI wirft den sechs Männern vor, mindestens seit dem Sommer über die Entführung der demokratischen Gouverneurin vor den US-Wahlen am 3. November diskutiert zu haben, wie aus einem veröffentlichten Gerichtsdokument hervorgeht. Dafür sei das Ferienhaus der Gouverneurin observiert worden.

Audio
Miliz wollte Michigans Gouverneurin entführen
00:36 min, aus Nachrichten vom 09.10.2020.
abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.

Mit Hilfe von Informanten, verdeckten Ermittlern und geheimen Aufnahmen von Gesprächen seien diese aufgedeckt worden, sagte Staatsanwalt Andrew Birge. Er bezeichnete die Verdächtigen als «gewalttätige Extremisten». Im Falle einer Verurteilung drohten ihnen lebenslange Haftstrafen. Die Festnahmen seien am Mittwochabend erfolgt.

Aufrührerisch auf Social Media, gewaltbereit am Telefon

Box aufklappenBox zuklappen

Anfang des Jahres sei das FBI in sozialen Netzwerken darauf aufmerksam geworden, dass eine Gruppe von Leuten den «gewaltsamen Sturz bestimmter Regierungs- und Strafverfolgungskomponenten» diskutiert habe, zu der auch zwei der nun Festgenommenen gehörten. Um Unterstützung für ihre Anstrengungen zu bekommen, habe einer der Verdächtigen eine in Michigan ansässige Miliz angesprochen.

In einem Telefonat Mitte Juni soll einer der Verdächtigen gesagt haben, er benötige 200 Mann, um das Kapitol in der Hauptstadt Lansing zu stürmen und Geiseln zu nehmen, darunter die Gouverneurin, die wegen «Verrats» vor Gericht gestellt werden solle.

Die sieben Männer, gegen die Strafanzeige auf Ebene des Bundesstaats gestellt wurde, sollen Justizministerin Nessel zufolge Verbindungen zu der Miliz namens Wolverine Watchmen haben. Ihnen wird der Versuch vorgeworfen, Adressen von Polizeibeamten herauszufinden, um sie anzugreifen und einen Bürgerkrieg anzuzetteln.

Gelobte und gerügte Gouverneurin

Gretchen Whitmer gehört zu den aufstrebenden Figuren in der demokratischen Partei. In der Coronakrise hatte sie strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, die ihr viel Lob aber auch harsche Kritik einbrachten – von Bürgern von Michigan, aber auch von US-Präsident Donald Trump. Mehrere Wochen hintereinander waren Demonstranten vor das Kapitol gezogen und hatten Whitmer «Tyrannei» vorgeworfen.

Michigan mit etwa zehn Millionen Einwohnern gilt als einer der Schlüsselstaaten bei der Präsidentenwahl am 3. November.

SRF 4 News, 09.10.2020, 02:00 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

68 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    „Eine anständige Person, hätte angerufen und gefragt, bist Du OK?“ Der aktuelle Präsident der Gespaltenen Staaten, ist aber nicht anständig! Hoffentlich ändert sich das bald wieder.
  • Kommentar von Detlef Brügge  (Useful)
    @Jazz
    Oh Herr Stahn, Sie sollten auch dieses Mal beim Thema bleiben und nicht Herr Relotius zu Rate ziehen. Klingt schick, ist aber deplatziert.
    1. Antwort von Roger Stahn  (jazz)
      Detlef Brügge, mitnichten ziehe ich Relotius zu Rate, sondern weise daraufhin, wie nach dessen Manier, die Dinge zurecht gebogen werden.
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Die Chancen stehen gut, dass Biden die Wahl gewinnt. Er führt zum Teil zweistellig. Noch mehr würde es mich freuen, wenn die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern bekommen. Auch diese Möglichkeit besteht inzwischen!
    Trump sei Dank.;-)))