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International 292 Menschen starben am Sonntag bei IS-Attentat in Bagdad

Bislang konnten erst 115 Todesopfer identifiziert werden, teilte das irakische Gesundheitsministerium mit. Der IS traf die Menschen in einer belebten Strasse während den Ramadan-Feierlichkeiten.

Brennende Kerzen und eine irakische Flagge auf der zerstörten Strasse in Bagdad.
Legende: Im Stadtteil Karrada in Bagdad brennen Kerzen im Gedenken an die Todesopfer des verheerenden Bombenanschlags. Reuters

Nach dem verheerenden Terroranschlag des Islamischen Staats (IS) am Sonntag in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Bei der Bombenexplosion kamen 292 Menschen ums Leben, teilte das irakische Gesundheitsministerium mit. 200 Menschen wurden verletzt.

Am Dienstag wurde die Opferzahl noch mit 250 angegeben. 115 Todesopfer konnten inzwischen identifiziert und die sterblichen Überreste den Familien übergeben werden, sagte die irakische Gesundheitsministerin Adila Hammoud. Derzeit werde versucht, mit Hilfe von DNA-Proben die Identität der weiteren Opfer herauszufinden.

Zu der Tat hat sich die Terrormiliz IS bekannt, die im Norden und Westen des Irak gegen die Truppen der Regierung kämpft. Ziel des Anschlages war der überwiegend von Schiiten bewohnte Stadtteil Karrada.

Wegen den Feierlichkeiten zum Ramadan waren dort viele Menschen unterwegs. In einem belebten Einkaufsviertel zündete der IS einen Sprengsatz, der in einem Lastwagen versteckt war. Es war der folgenschwerste Anschlag in Bagdad, seit eine von den USA geführte Koalition im Jahr 2003 Machthaber Saddam Hussein stürzte.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Eine Option wäre die Neuordnung des Iraks nach Ethnien. Doch das könnte auch in anderen Ländern zu Kettenreaktionen führen, die unvorhersehbare Probleme und Konflikte auslösen könnte. Längerfristig sollten die Nahoststaaten religiös-motivierte oder begründete Konflikte überwinden, um sich nicht selber weiterhin zu schaden. Aber diese Erkenntnis muss aus dem Innern erfolgen. Multiethnische Staaten und Grossreiche waren oft erfolgreich, auch im Nahostgebiet zu deren Blütezeiten.
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