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Internierungslager in Australien
Aus Echo der Zeit vom 27.12.2019.
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6 Jahre im Flüchtlingslager Der Chronist der Unmenschlichkeit

Behrouz Boochani war jahrelang in einem australischen Flüchtlingslager interniert. Doch dann wurde er zum Bestseller-Autor.

Für den Geschundenen liegt das Glück im Entkernen eines Granatapfels. Behrouz Boochani greift sich einen roten Kern nach dem andern. Er kaut voller Genuss. Nichts, sagt der 36-Jährige, sei ihm jetzt wichtiger, als ein normales Leben führen zu können. «Einen Kaffee brauen, mit Freunden kochen.» Oder einen Granatapfel essen. «Diese Frucht erinnert mich an meine Heimat Iran», sagt er.

Ich hatte den Tod akzeptiert.

Sieben Jahre ist es her, seit ihn die Liebe zu seiner kurdischen Kultur beinahe die Freiheit gekostet hätte, und vielleicht sogar sein Leben. Als Autor und Journalist einer iranisch-kurdischen Zeitung war er ins Fadenkreuz des iranischen Geheimdienstes geraten. Kollegen wurden verhaftet. Mit Hilfe eines Menschenschleppers setzte sich Boochani nach Jakarta ab.

Australiens Politik der Abschreckung

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Australien nimmt vergleichsweise wenige Flüchtlinge auf. Zwischen Januar 2009 und Dezember 2018 hat das Land 180'790 Flüchtlinge anerkannt oder neu angesiedelt. Das entspricht 0.89 Prozent der 20.3 Millionen Flüchtlinge, die in diesem Zeitraum weltweit anerkannt wurden. Damit liegt Australiens Beitrag im globalen Ländervergleich auf Platz 25.

Trotzdem sorgt kaum ein anderes Thema derart für Emotionen. Spätestens seit 2001. Damals wurde die konservative Regierung unerwartet wiedergewählt, nachdem Premierminister John Howard eine Gruppe schwer kranker Bootsflüchtlinge in ein Internierungslager auf Nauru deportiert hatte. Die vorwiegend aus Afghanistan stammenden Asylsuchenden hatten versucht, von Indonesien aus auf einem kaum seetüchtigen Fischerboot nach Australien zu gelangen. Als das Schiff am Sinken war, wurden die Insassen von einem norwegischen Frachter aufgegriffen. Die damalige Polemik der Regierung, wonach man «solchen Leuten» nicht trauen könne, und sich unter ihnen «vielleicht Terroristen verstecken», ist bis heute ein akzeptables Mittel der politischen Stimmungsmache. Sie wird von der Mehrheit der australischen Medien kritiklos übernommen.

So hält sich vor allem in der dominierenden Murdoch-Presse die Aussage der Regierung, bei den Asylsuchenden handle es sich um «Illegale». Laut dem Flüchtlingsforschungsinstitut Kaldor Centre in Sydney ist das falsch. Obwohl das australische Gesetz Menschen, die mit dem Boot nach Australien kommen und dort Schutz suchen, als «unrechtmässige Nicht-Staatsbürger» klassifiziere, sei es kein Verbrechen, vor Verfolgung oder ernsthaften Menschenrechtsverletzungen um Asyl zu bitten - unabhängig davon, auf welchem Weg man ankomme. «Gemäss der Flüchtlingskonvention darf die Einreise ohne Visum nicht als illegal behandelt werden, wenn eine Person um Asyl bittet», so Kaldor.

Laut Kritikern hat Australien den in der westlichen Welt härtesten Umgang mit Asylsuchenden, die nicht auf «akzeptablem» Weg ankommen – etwa per Flugzeug – sondern mit dem Boot. Das Land verstösst mit seiner Behandlung dieser Menschen – insbesondere auch von Kindern – gegen verschiedene internationale Abkommen. Canberra wird deswegen seit Jahren vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge sowie von Menschenrechtsgruppen kritisiert. Die konservative Regierung weist Kritik aber zurück mit dem Hinweis, sie wolle «Menschen davor schützen, auf dem Weg von Indonesien nach Australien zu ertrinken». Die sozialdemokratische Labor-Opposition unterstützt generell die «Politik der Abschreckung» von Bootsflüchtlingen; nicht zuletzt, weil sie im Volk sehr beliebt bleibt.

Doch Indonesien sei alles andere als sicher gewesen für Flüchtlinge. So versuchte er, auf überfüllten, maroden Fischerbooten zur australischen Weihnachtsinsel zu gelangen. «Ich hatte den Tod akzeptiert», sollte Boochani später die Horrorfahrten durch die gefährlichen Gewässer des Indischen Ozeans beschreiben.

Der bekannteste Flüchtling der Welt

Behrouz Boochani rollt sich eine Zigarette. Er hat die schlanken Finger eines Pianisten. Doch seine Kunst sind die Worte. 2018 schrieb er «No Friend But the Mountains». Er wurde damit zum Bestseller-Autor und zum damals wohl bekanntesten Flüchtling der Welt.

Eine begeisterte Literaturkritik folgte der nächsten. Das Buch beschreibt den Alltag im von Australien finanzierten und teilweise geführten Flüchtlings-Internierungslager auf der Insel Manus in Papua-Neuguinea – dem «Gefängnis» wie Boochani es stoisch nennt. Sechs Jahre lang war er dort eingesperrt, mit hunderten anderen.

Mann mit Granatapfel in der Hand
Legende: «Diese Frucht erinnert mich an meine Heimat Iran»: Behrouz Boochani entkernt einen Granatapfel. SRF

Die Internierten sind Opfer der australischen Politik der Zwangsfesthaltung von Bootsflüchtlingen: früher in von Stacheldraht und Elektrozäunen umgebenen Lagern auf australischem Festland, später in desolaten Camps in Manus und Nauru, einer tristen Insel im Pazifik.

Behrouz Boochani friert. Es ist kühl an diesem Morgen im Norden von Neuseeland, eine Brise weht. Ein Steinwurf entfernt ist das Meer, ein fast menschenleerer Strand. So wird das Interview fortgesetzt, während Boochani im Bett liegt. Er ist ein schlanker Mann, seine Augen stechend, graublau, eingefallen.

Menschen stehen an Zaun.
Legende: Asylbewerber auf Manus im Jahr 2014. Hier war auch Behrouz Boochani eingesperrt. Keystone

Die Dämonen der Vergangenheit

Boochani wirkt zeitweise verängstigt, verfolgt von den Dämonen seiner Vergangenheit. Immer wieder fällt er in eine stumme Traurigkeit. Sein Körper schmerze oft, sagt er. Jahre schlechter Ernährung und grosser Entbehrungen fordern ihren Tribut. «Ich bin müde, immer sehr müde, körperlich und geistig». Boochani wohnt in einem so genannten «Safe House», etwa eine Stunde von der Stadt Auckland entfernt, hinter Büschen und Bäumen, versteckt vor der Welt.

Im Frühjahr hatte Australien auf Druck von Papua-Neuguinea sein Lager auf der Insel Manus schliessen müssen – die brutale Behandlung von Menschen sei verfassungswidrig, hatte ein Gericht in Port Moresby entschieden. Die australische Regierung war frustriert.

Boochani und seine Kameraden wurden in die papua-neuguineische Hauptstadt verlegt. Dort gelang ihm ein Coup. Er nahm eine Einladung zu einem Literaturfestival in der neuseeländischen Stadt Christchurch an. Mit einem Besuchervisum und einem speziell für Flüchtlinge ausgestellten Reisedokument flog er nach Auckland – unter dem Radar der australischen Regierung. Um nicht in Australien zwischenlanden zu müssen – «ich hatte Angst, verhaftet zu werden» – machte er einen 35-stündigen Umweg über die philippinische Hauptstadt Manila. In Neuseeland wurde er über Nacht zum Superstar.

Australien konnte mich nicht demütigen. Ich habe Australien gedemütigt!

Medien aus aller Welt suchten seinen Kontakt. Interviews, jeden Tag ein Vortrag. Unter dem Schutz von Leibwächtern. Denn was er zu erzählen hatte, sollte die Welt empören und schockieren: Australien, sonst bekannt für Koalas und schöne Strände, ist ein Land, das internationale Vereinbarungen missachtet, Menschenrechte mit den Füssen tritt und Unschuldige – selbst Kinder – jahrelang unter horrenden Bedingungen einsperrt.

Endlich hebt Boochani seine sonst melancholisch-ruhige Stimme. «Australien konnte mich nicht demütigen. Ich habe Australien gedemütigt!».

Mann am Strand
Legende: «Wunderschön, wunderschön»: Boochani geniesst an seinem derzeitigen Aufenthaltsort im Norden Neuseelands die Weite am Strand. SRF

Spaziergang am Strand. Behrouz Boochani geniesst die Weite. «Wunderschön, wunderschön», sagt er, mit fast kindlicher Freude. Freiheit ist für ihn, sich bewegen zu können, ohne Gefahr zu laufen, in einen Stacheldraht zu fallen.

Man musste sich entscheiden, Mensch zu bleiben oder zum Tier zu werden.

«Völlig überfüllt» sei das Lager auf Manus gewesen, mit hunderten von Internierten, und «so, so schmutzig. Man musste sich entscheiden, Mensch zu bleiben oder zum Tier zu werden».

Asylsuchende auf fernen Inseln

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Asylsuchende auf fernen Inseln

Seit dem 13. August 2012 mussten Asylsuchende, die ohne gültiges Visum per Schiff nach Australien einreisten, entweder in Nauru oder auf der Insel Manus in Papua-Neuguinea (PNG) ein sogenanntes «Offshore-Verfahren» oder ein «Drittlandsverfahren» durchlaufen. Bei der Offshore-Bearbeitung wurden die Asylsuchenden in Australien in Gewahrsam genommen und einer Gesundheits-, Sicherheits- und Identitätskontrolle unterzogen, bevor sie zwangsweise nach Nauru oder PNG überstellt und sich in diesen Ländern der Bestimmung ihres Flüchtlingsstatus unterziehen mussten. Dieser Prozess konnte oftmals Jahre dauern – eine Unsicherheit, die – in Kombination mit den inhumanen Lebensbedingungen in den Lagern – viele Internierte in die Verzweiflung trieb, in Depression, Selbstverstümmelung und Suizid.

Asylsuchende, die – wie Behrouz Boochani – am oder nach dem 19. Juli 2013 per Boot in australischem Hoheitsgebiet eintrafen, unterliegen zusätzlich einem dauerhaften Niederlassungsverbot in Australien, selbst nachdem sie als Flüchtlinge akzeptiert sind. Zwischen Juli 2013 und Dezember 2014 wurden mehr als 1300 männliche Asylbewerber in das «Regional Processing Center» (RPC) auf Manus Island in PNG geschickt. Dieses Zentrum sollte nur erwachsene Männer aufnehmen. Mehr als 1350 Männer, Frauen und Kinder wurden in das RPC in Nauru geschickt.

Für Flüchtlinge, die keine Aufnahme in einem Drittland finden, sieht die Zukunft düster aus. Einige können entweder vorübergehend oder dauerhaft in Nauru oder PNG bleiben – allerdings meist gegen den Widerstand der örtlichen Bevölkerung, die sie als Konkurrenten für Arbeitsplätze ablehnt. In jüngerer Zeit stimmten die Vereinigten Staaten zu, einige (aber nicht alle) Flüchtlinge aus Nauru und PNG umzusiedeln, unter ihnen auch Behrouz Boochani. Neuseeland hat ebenfalls ein Neuansiedlungsangebot erweitert. Aber Australien lehnt es bisher ab. Laut Innenminister Peter Dutton gäbe die Option Neuseeland den Flüchtlingen eine Möglichkeit, «durch die Hintertür» nach Australien zu gelangen.

Obwohl die Vorkehrungen für die Offshore-Bearbeitung weiterhin bestehen, wurden seit 2014 keine neuen Asylbewerber nach Nauru oder PNG überstellt (das Lager Manus ist inzwischen geschlossen). Die Regierung behauptet, ihre Politik sei für den Rückgang der Zahl der Boote verantwortlich, weil sie das Geschäft der Menschenschlepper zerstört habe. Flüchtlingsexperten dagegen weisen darauf hin, schon seit Jahren Bootsflüchtlinge von der australischen Marine auf See abgefangen und zur Umkehr gezwungen werden – auch dies in Verletzung internationaler Abkommen, die es untersagen, Asylsuchende in eine Gefahrenzone zurückzuschicken, aus der sie geflohen sind. Von den meisten der zurückgeschobenen Flüchtlingsboote ist nicht bekannt, ob sie ihre Ausgangsziel erreicht haben oder ob die Schiffe auf dem Rückweg gekentert und die Insassen ertrunken sind. Die australische Regierung hat alle Aktivitäten auf See zur «Geheimsache» erklärt.

Boochani, der Journalist, wird zum Chronisten der Unmenschlichkeit. Unablässig tippt er im Geheimen Worte in ein geschmuggeltes Mobiltelefon, erzählt von endemischer Depression im Lager, vom Selbstmord seiner Freunde, der täglichen Gewalt, dem schlechten Essen. Er beschreibt die verdreckten Klos und Böden, in deren Spalten das Sperma masturbierender Gefangener trocknet. Satz um Satz schickt er per SMS nach Australien. Ein Buch entsteht.

Wir verloren unsere Identität, unsere Humanität. Insassen hatten keine Namen, nur Nummern.

«Wir verloren unsere Identität, unsere Humanität. Insassen hatten keine Namen, nur Nummern», reflektiert Boochani, als ihm der Wind die langen schwarzen Haare ins Gesicht bläst. Das ganze System habe auf Angst basiert.

Angst als Mittel der Kontrolle – «von uns, aber auch der lokalen Bevölkerung. Schon bevor wir ankamen, war ihnen gesagt worden, wir seien gefährliche Verbrecher – und umgekehrt», so Boochani.

Die Einstellung der australischen Wärter zur Arbeit sei gewesen, «ein Mistkerl zu sein». Übergewichtig, schweissgebadet, gelangweilt, hasserfüllt. Viele seien Ex-Soldaten mit jahrelanger Kampferfahrung in Afghanistan und Irak. «Sie hatten Menschen getötet. Ein Mörder bleibt ein Mörder», sagt Boochani.

Mann schreibt in Buch
Legende: Das Buch «No Friend But the Mountains» wurde zum Bestseller. SRF

Die vielen Regeln aber seien «die schlimmste Form von Folter gewesen». Sinnlose Vorschriften, Überwachung, Bürokratie. Medizinische Behandlung, falls vorhanden, sei als Druckmittel benutzt worden, um die Gefangenen gefügig zu machen. Internierte starben an harmlosen Krankheiten und Infektionen, weil ihnen wochenlang Hilfe verwehrt wurde. «Ich habe Furchtbares gesehen», sagt Boochani.

Prügeleien um Orangen und Einwegrasierer

Und dann der Hass. «Das System hat den Hass unter den Gefangenen geschürt», meint er. Internierte seien bewusst gegeneinander aufgestachelt worden. Stundenlanges Anstehen für zu wenig Essen. Nur lauwarmes Trinkwasser. «Es gab eine Handvoll Orangen für viele Männer. Dann mussten wir uns um sie prügeln». Oder Einwegrasierer. «Alle paar Wochen wurden sie ausgeteilt, zu wenige». Wieder Prügeleien. Die Schwächsten trugen die längsten Bärte.

Es wäre einfach, Behrouz‘ Erfahrungen als übertrieben abzuschreiben, motiviert von Rachsucht. Denn eine unabhängige Verifizierung ist nicht möglich. Medien sind in den Lagern nicht zugelassen. Die australische Regierung äussert sich nicht – oder weist Kritik an den Zuständen pauschal zurück. Doch Berichte ehemaliger Mitarbeiter und Vertreter humanitärer Organisationen bestätigen seit Jahren, was Boochani beschreibt: Unmenschlich, unhaltbar, lebensbedrohend, lautet das Fazit aller «Whistleblower». «Australien behandelt diese Menschen nicht als Menschen, sondern noch schlechter, als es seine Kriminellen behandelt», so Professor David Isaacs, Kinderarzt aus Sydney, nach einem Lagerbesuch.

Ich muss das System der Zwangsinternierung von unschuldigen Flüchtlingen blossstellen und ändern.

Boochani steht barfuss im nassen Sand. Er hat seine neuen Schuhe ausgezogen. Schuhe, die er sich endlich kaufen konnte. Eine dieser kleinen Freuden eben. «In Manus hatten wir keine Schuhe». Er will nicht darüber spekulieren, wie seine Zukunft aussehen wird. Er könnte zwar in den Vereinigten Staaten Asyl erhalten, sieht das Land wegen Präsident Trump aber «nicht als guten Ort für Flüchtlinge».

Ein grosser Teil der Bevölkerung und der Politiker Australiens erfreut sich daran, dass Menschen leiden.

So bleibt er vorerst in Neuseeland, mit seinem inzwischen abgelaufenen Visum. Medien spekulieren, er habe Wellington um Schutz erbeten. Wo er auch immer ende, das wichtigste sei, dass er die Geschichte des Horrors weitererzählen könne. «Ich muss das System der Zwangsinternierung von unschuldigen Flüchtlingen blossstellen und ändern.» Das Blossstellen zumindest ist ihm mit dem Buch gelungen.

Kein Hass – aber tiefe Enttäuschung

«Nein, ich hasse Australien nicht», versichert Boochani. Doch sei er tief enttäuscht. Obwohl doch bekannt sei, wie brutal die Menschen in den Lagern behandelt werden, bleibe die Politik der Zwangsinternierung von Bootsflüchtlingen beliebt in Australien. Behrouz Boochani zieht ein ebenso simples wie vernichtendes Urteil über das Land, das ihn sechs Jahre seines Lebens gekostet hatte: «Es ist Sadismus. Ein grosser Teil der Bevölkerung und der Politiker Australiens erfreut sich daran, dass Menschen leiden.»

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Steinemann  (Tom Steinemann)
    Australien gehört wohl nicht zur "westlichen Welt", im wörtlichen Sinn sowieso.
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  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    Viele glauben Australien nimmt keine Flüchtlinge auf, das stimmt nicht, sie nehmen keine Bootsmigranten auf:
    https://www.laenderdaten.info/Australien/Australien/fluechtlinge.php
    New Zealand nimmt pro Jahr auch nur 900 aus UNHCR Lagern auf, die nehmen auch keine Bootsmigranten.
    Der Schriftsteller hat vielleicht durch seinen Bekanntheitsgrad Glück und darf bleiben.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Zuwanderer willkommen zu heissen gehört zum australischen Selbstverständnis. Damit die Wirtschaft weiter wachsen kann, nimmt das nahezu menschenleere Land vor allem junge, gut ausgebildete Immigranten auf, auch um der demographischen Fehlentwicklungen wie in Europa frühzeitig entgegensteuern. Von 2006 bis 2009 erhöhte sich Einwohnerzahl jährlich von 500.000 auf mehr als 22 Millionen. Doch beim Versuch, die Menschenströme zu kanalisieren, verliert sich zuweilen jeglicher menschliche Anstand.
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