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International 850'000 Ukrainer auf der Flucht

Die UNO rechnet damit, dass seit Jahresbeginn mehr als 700'000 Menschen aus der Ukraine nach Russland geflohen sind. Zudem gebe es im Land selber weit über 100'000 Vertriebene. Damit ist die Zahl der Flüchtlinge bedeutend höher als bisher angenommen.

Legende: Video Flucht aus der Ukraine abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.08.2014.

Rund 730'000 Menschen flohen seit Anfang Jahr aus der Ost-Ukraine nach Russland. Dies berichtet das UNO-Hilfswerk UNHCR. Zudem gebe es im Land selber 170'000 Vertriebene.

Damit ist die Zahl der Flüchtlinge um ein Vielfaches höher als bisher angenommen. Die bislang einzige Orientierung waren die 168'000 Menschen, die bei der russischen Einwanderungsbehörde gemeldet waren.

Unabhängige Möglichkeiten zur Überprüfung der russischen Angaben habe das UNHCR nicht, sagte ein UNHCR-Sprecher. «Wir haben keine Helfer dort, sondern leisten nur technische Unterstützung.»

Pro Tag wachse die Zahl der Vertriebenen um 1200, so die UNO. Ganze Städte entvölkerten sich zum Zeitpunkt der Kämpfe weitgehend. Viele Russen in der Ukraine fürchten Repressalien der Regierung in Kiew.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Wie denn, 700'000 flüchten nach Russland ? - Das war früher doch mal anders. Da war es IN in den Westen und nicht in den Osten zu flüchten.
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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Und was sagen die westlichen Heilsbringer zu solch einer Tragödie? Läuft das jetzt unter dem zynischen Begriff Kollateralschaden? Muss mir aber keiner mehr mit "Friede und Freiheit" kommen. Die Friedensnobelpreise müssten umgehend zurückgegeben werden.
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  • Kommentar von J.Sand, Zürich
    Eine Flüchtlingsbewegung in diesem Ausmass, aufgrund eines Bürgerkrieges, würde, beträfe es uns völlig fremde Ethnologien und Religionen, aus Ländern deren Namen man erst zu dieser Gelegenheit erfährt, zu einem wahren medialen Entrüstungssturm führen. Unsere Politiker (die linke Humanindustrie zuvorderst) würden sich ungefragt ganz vorn anstellen um Hilfe in aller erdenklichen Art zu leisten. In diesem Fall herrscht kühles Schweigen, bestenfalls erscheint ein nüchterner Bericht.
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    1. Antwort von Paul Soltermann, Fuqing
      ... und Sie versuchen wie immer, aus dieser Situation politisches Li/Re-Kapital zu schlagen ... die Regierung in Kiew und ihre Helfer welche die Probleme verursachen, sind meines Wissens alles Andere als links gerichtet ...
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    2. Antwort von J.Sand, Zürich
      P.Soltermann, mir fällt in diesem Fall vor allem auf, dass wiederum unsere Presse sehr einheitlich reagiert (schweigt). Dies hat wohl damit zu tun, dass hier die EU ein unrühmliches Spiel treibt. Was dies mit Li/Re zu tun hat, erklärt sich selbständig.
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