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Absprachen bei Auto-Abgasen EU leitet Verfahren gegen BMW, Daimler und VW ein

  • BMW, Daimler und VW könnten sich bei Entwicklung und Einführung wichtiger Technologien zur Verringerung von Schadstoff-Emissionen abgesprochen haben.
  • Potenzielle Käufer hätten so keine Möglichkeit gehabt, umweltfreundliche Autos zu kaufen, obwohl die Technologie zur Verfügung stand.
  • Autohersteller kündigen «weitere Unterstützung» der Untersuchungen an.

Die EU-Kommission will es jetzt genau wissen und hat ein formelles Verfahren gegen die deutschen Autobauer BMW, Daimler und VW in Sachen Schadstoff-Emissionen eingeleitet. Laut EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager stehen sie im Verdacht, Absprachen getroffen zu haben, um sich bei der Entwicklung und Einführung wichtiger Technologien zur Verringerung von Emissionen bei Benzin- und Dieselmotoren nicht zu konkurrenzieren.

Absprache bei Partikelfiltern

Konkret geht es um mögliche Absprachen bei der Einführung von sogenannten SCR-Katalysatoren bei Dieselmotoren und von Feinstaub-Partikelfiltern für Benzinmotoren. Das Verfahren beschränkt sich auf das Thema Emissionen, obwohl zum Beispiel «Der Spiegel» 2017 über ein seit 20 Jahren bestehendes Kartell deutscher Autobauer auch bei Preisen, Kosten und Lieferanten berichtet hatte. Laut Vestager geht es aber beim jetzigen Verfahren nicht um Preisabsprachen.

Deutsche Autoindustrie unter Druck

Die deutsche Automobilindustrie steht bereits wegen der VW-Abgasaffäre und zu hohen Diesel-Emissionen unter Druck. Auch bei den nun zur Diskussion stehenden Kartellverstössen drohen Milliardenstrafen für BMW, Daimler und VW. Zum formellen Kartellverfahren wollten sich die Hersteller vorerst nicht äussern. Sie kündigten lediglich «weitere Unterstützung» der Untersuchungen an.

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