Ägypten verurteilt 183 Muslimbrüder zu Tode

Die ägyptische Justiz bleibt hart. Ein erstinstanzliches Todesurteil ist bestätigt worden. Den 183 Muslimbrüdern wird die Tötung von 16 Polizisten vorgeworfen.

Bereits im Juni 2014 wurde gegen die 183 Anhänger der in Ägypten verbotenen Muslimbruderschaft die Todesstrafe verhängt. Nun hat ein zweites Gericht dieses Urteil bestätigt.

Nach Überzeugung der Richter waren die Angeklagten im August 2013 an der Tötung von 16 Polizisten in der Stadt Kardasa beteiligt. Damals kam es nach dem Sturz des ersten demokratisch gewählten Präsidenten Mursi zu schweren Unruhen. Mursi selbst steht den islamistischen Muslimbrüdern nahe und sitzt seit Juli 2013 in Haft.

Der heutige Präsident Abdel Fattah al-Sissi war als amaliger Armeechef massgeblich am Sturz Mursis beteiligt. Al-Sissi sieht die Muslimbrüder als Bedrohung für das Land. Tausende Mitglieder der Organisation sind festgenommen und verurteilt worden. Menschenrechtler werfen der Regierung vor, Gegner so systematisch zu unterdrücken.