Zum Inhalt springen

Header

Video
Todesstrafe für Ägyptens Ex-Präsident
Aus Tagesschau vom 16.05.2015.
abspielen
Inhalt

International Ägyptens Ex-Präsident Mursi zum Tod verurteilt

Ein Gericht in Kairo hat den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi im zweiten Prozess wegen Spionage zum Tod verurteilt. Er soll sich mit Hamas und Hisbollah verschworen und einen Gefängnisausbruch organisiert haben.

Knapp zwei Jahre nach seinem Sturz durch die Armee hat ein Gericht in Ägypten Ex-Präsident Mohammed Mursi zum Tode verurteilt. Mursi soll sich Anfang 2011 mit der palästinensischen Hamas und der libanesischen Hisbollah verschworen haben, um einen Gefängnisausbruch zu organisieren. Zu den Ausbrüchen war es während der Revolte gegen Mubarak gekommenDas Urteil muss dem ägyptischen Mufti, der obersten religiösen Instanz des Landes, noch zur Bestätigung vorgelegt werden. Er gibt eine Empfehlung dazu ab, die für die Richter allerdings nicht bindend ist. Danach kann Mursi gegen das Urteil Berufung einlegen.

Für Mursi-Anhänger ein «politisches Urteil»

Ein Vertreter der Muslimbruderschaft sprach von einem politischen Urteil und appellierte an die internationale Gemeinschaft, ihre Vollstreckung zu verhindern. Mursi kann Berufung einlegen.

Neben dem Ex-Präsidenten wurden im selben Verfahren auch über 100 weitere Funktionäre und Anhänger der verbotenen Muslimbruderschaft zum Tode verurteilt.

Zweites Urteil gegen Mursi

Es ist bereits das zweite Urteil gegen den ägyptischen Ex-Präsidenten. Ein Gericht in Kairo hatte Mursi im April zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt – wegen Anstiftung zur Gewalt gegen Demonstranten.

Mursi war Mitte 2012 aus den ersten freien Präsidentenwahlen in der Geschichte Ägypten hervorgegangen. Nach Massenprotesten gegen seine autoritäre Herrschaft stürzte ihn das Militär im Juli 2013.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Erwin Jenni , Ottikon
    @Brüggee: Warum fragen sie sich das? Damit mal wieder Israel die Schuld dafür gegeben werden kann? Haben sie keine Angst, Ägypten kann diese Sache alleine regeln, so wie es dies seit Jahrzehnten - noch unter Mubarak - getan hat. Sie machten mit den Moslembrüdern und anderen Radikalen jeweils kurzen Prozess: Todesstrafe. Warum? Weil diese für Ägypten, aber auch für alle anderen Staaten in Nahost, ein viel zu grosses Risiko sind und nicht alle Menschen unter der Scharia leben möchten! (Kopten)
  • Kommentar von Beat Brüggee , Altendorf
    Ich frage mich welche Rolle USA und Israel in diesem Prozess einnahmen...
    1. Antwort von Hans Glauser , Herlisberg
      Welche Rolle? Schon seit Jahrzehnten immer die Gleiche. Proisraelisch.
  • Kommentar von Franz NANNI , Nelspruit SA
    Fragt sich nur, wer ist schlimmer, der Verurteiler oder der Verurteilte.... trauen tue ich auch dem neuen Regime von Aegypten kein bisschen!!!!