Zum Inhalt springen
Inhalt

International Algerische IS-Splittergruppe tötet französische Geisel

Ein von islamistischen Extremisten in Algerien entführter Franzose ist tot. Die Gruppe zeigt in einem im Internet veröffentlichten Video die Enthauptung des 55-jährigen Bergführers Hervé Gourdel. Frankreichs Präsident François Hollande bestätigte den Tod der Geisel.

Der von Islamisten in Algerien verschleppte Franzose ist von seinen Entführern getötet worden. Dies berichtete zunächst die Dschihad-Beobachterplattform Site. Frankreichs Präsident François Hollande bestätigte den Tod der Geisel am Rand der UNO-Vollversammlung in New York.

Legende: Video Frankreich sorgt sich um seine Sicherheit abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 25.09.2014.

Er betonte, sein Land werde den Terrorismus weiter überall auf der Welt bekämpfen, die militärischen Operationen gegen den sogenannten Islamischen Staat würden weitergeführt.

Auf einer Wanderung verschleppt

Der 55-jährige Bergführer wurde offenbar von seinen Geiselnehmern enthauptet. Dies ist auf dem Video zu sehen, dass die Islamistengruppe Dschund al-Khilafa (Soldaten des Kalifats) gemäss Site via Twitter veröffentlichte. Das Video trägt den Titel «Blutige Botschaft an die französische Regierung».

Die Islamisten, die der Dschihadisten-Organisation Islamischer Staat (IS) nahestehen, hatten Gourdel am Sonntag bei einer Wanderung in der Bergregion Kabylei verschleppt.

Erfolglose Suchaktion

Am Montagabend drohte die Gruppe mit Gourdels Ermordung, sollte Frankreich nicht binnen 24 Stunden seine Luftangriffe auf den IS im Irak einstellen. Die französische Regierung machte aber deutlich, dass sie den Forderungen nicht nachgeben werde.

Am Dienstag hatte das algerische Militär 1500 Soldaten in den Osten des Landes abkommandiert, um Geisel und Entführer aufzuspüren, aber ohne Erfolg.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

27 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von JP. Simon, Nietzscheaner, Bern
    Erstaunlich wie auf einmal wie aus dem nichts solche mordende Mordskerle existent werden, das wiederum nicht erstaunlich ist. Die Geldmaschinerie mit unerhörter Macht muss mehr denn je auf Hochtouren laufen, und das von schmierigen Kerlen in der westlichen Welt angetrieben, wie geschmiert. Einfach so sich für Frieden, Demokratie und Selbstbestimmung sich einzusetzen, die anderen in ihrer Selbstbestimmung in Ruhe lassen, da muss der Geldhahn versiegen, nichts ist daran zu verdienen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Dass sich arabische Länder am Krieg beteiligeN, liegt zwar in deren Interesse, es wird aber ein US-Krieg. Die Führung der USA ist unbestritten. Man wird vonseiten der USA aber vorsichtiger mit den Verbündeten umgehen müssen. Das Vertrauen ist nicht gross und die Diplomatie der USA ist nicht immer von Bescheidenheit geprägt. Wenn man da einen Partner vergrault, wäre dieser auch in der Lage, die Kanonen umzudrehen. Es wird ein US-Krieg sein, selbst wenn dabei Jordanier etc. mitmarschieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von D. Becker, Gebenstorf
    Und unser unverminderter Erdölkonsum spielt den Extremisten in die Hände. Karl Marx hat's richtig erkannt: 1. Religion ist Opium fürs Volk. 2. Das Kapital beutet die Arbeit aus. Falsch lag er aber in der Folgerung: Kommunismus kann nicht die Lösung sein, jedoch eine fairer Handel. Dies entzieht Extremismus den Nährboden. Uebrigens: Ich zahle überdurchschnittliche Löhne und senke den Mietzins unaufgefordert. Fair, ohne Kommunist zu sein ;) Die IS lässt sich militärisch nicht ausrotten, leider!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      Sehr geehrte/r Frau/Herr D.Becker,Sie sprechen mir aus dem Herzen.Umdenken tut Not.Fragen wir uns doch auch gleich noch,wieso Gier und Neid überhaupt entstehen können?Sind diese"Gefühle"nicht Ergebnisse unbefriedigter Bedürfnisse?Sozusagen eine Überkompesation derselben.Ebenso wie Süchte.Eine vermeintliche Leere und Inhaltslosigkeit die es"aufzufüllen"gilt?Selbsterkenntnis und Bewusstwerdung(eigene Bedürfnisse erkennen)damit verbunden,Wertschätzung und Selbstverantwortung,könnten hilfreich sein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Björn Christen, Bern
      Kompletter Quatsch! Dieser mörderische Ur-Islam-Terror hat nichts mit westlicher Ausbeutung zu tun (sonst müssten vorallem Chinesen daran glauben, die speziell Afrika viel mehr ausbeuten als der Westen), sondern mit der Tatsache, dass mit dem Sturz von Saddam Hussein, Mubarak, Ben-Ali, Gaddafi und evtl. auch bald noch Assad, die den politischen Islam in ihren Ländern unter ihrem Stiefel hatten, Islamisten und Jihadisten nun freie Bahn haben, ihren Scharia/Kalifat-Terror überall aufzuziehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen