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Aus dem Archiv: Das Leben eines Schwarzen in einer weissen Stadt
Aus Echo der Zeit vom 14.08.2020.
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Amerika vor der Wahl «Dieses ist mein Land»

Sie alle nennen sich Patrioten, doch könnten unterschiedlicher nicht sein: Fünf Menschen erzählen, wie sie ihr Land vor den US-Wahlen erleben.

Für viele Menschen in beiden politischen Lagern geht es am 3. November um mehr als nur um «Trump vs. Biden» – es geht um die eigene Heimat. Während Demokraten bei einer Wiederwahl Trumps befürchten, ihr Land werde zur korrupten Autokratie, sind Republikaner überzeugt, bei einer Abwahl würden die USA zur sozialistischen Diktatur.

Was treibt Anhänger der beiden Lager an? Wie sind sie zu ihren Überzeugungen gelangt? Fünf Amerikanerinnen und Amerikaner erzählen ihre Geschichte – und warum es für sie bei der US-Wahl um alles oder nichts geht.

Travon Brown, Schüler aus Marion, Virginia

Travon Brown mit Plakette von Obama.
Legende: Der Bürgerrechtsaktivist Travon Brown mit einer Plakette von Barack Obama. Vor sechs Monaten war er noch ein ganz normaler Mittelschüler. Doch dann organisierte er zwei «Black-Lives-Matter»-Märsche in der konservativen Kleinstadt Marion, Virginia. SRF

«Mein Nachbar hängte kürzlich eine Konföderierten-Flagge auf seine Veranda. Er weiss, dass ich Protest-Märsche organisiert habe. Und dort drüben wohnt der Mann, der nach dem ersten Protest ein brennendes Kreuz in unserem Garten ansteckte. Ja, das ist der Brandstifter. Er wurde verhaftet. Jetzt sitzt er wieder zu Hause und wartet auf seinen Gerichtstermin. Wir sprechen nicht miteinander.

Die Konföderierten-Flagge des Nachbarn von Travon Brown.
Legende: Die Konföderierten-Flagge beim Nachbarhaus von Travon Brown. SRF

Als wir marschierten, haben die ‹Patrioten› einen Gegenprotest veranstaltet. Sie wollten das Konföderierten-Denkmal vor dem Gerichtsgebäude schützen. Dabei wusste ich nicht einmal, dass wir ein Konföderierten-Denkmal haben. Sie standen da und waren bereit, auf Jugendliche zu schiessen – wegen eines Betonblocks.

Da habe ich plötzlich ‹I love you!›, gerufen – und dann wir alle. Da waren die ‹Patrioten› verwirrt. Ich weiss nicht, wieso mir das eingefallen ist, aber es funktionierte. Ich lehne Gewalt ab. Martin Luther King hat auch keine Gewalt angewendet. Und Malcom X hat nur theoretisch darüber geschrieben.

Man kann keine Einheit feiern, ohne zuerst miteinander zu sprechen, ohne den versteckten Rassismus offen anzusprechen. Sonst ist das reine Augenwischerei.

Seit den Protesten wage ich es nicht mehr, zu Fuss auf die Strasse zu gehen. Die Mehrheit der Bewohner dieser Stadt mögen mich überhaupt nicht. Deshalb fahren meine Freunde und ich auch immer im Auto. Ich bleibe immer in Bewegung. Kürzlich ging meine 16-jährige Schwester einkaufen. Ein Mann kam auf sie zu und fragte, ob sie meine Schwester sei. Als sie bejahte, zog er sein Hemd hoch und zeigte eine Schusswaffe, die in seinem Hosenbund steckte. Es war eine klare Botschaft: ‹Wir mögen nicht, was Du tust.›

Ich finde, der Gemeinderat sollte sich klar gegen die rassistischen Vorfälle stellen. Stattdessen wollen sie einen Tag der Einheit ausrufen. Man kann keine Einheit feiern, ohne zuerst miteinander zu sprechen, ohne den versteckten Rassismus offen anzusprechen. Sonst ist das reine Augenwischerei.

Die Afroamerikaner in der Stadt sind auch nicht auf meiner Seite. Das hat mit der Geschichte zu tun. Sie haben gelernt, nicht aufzumucken. Sie haben die Unterdrückung verinnerlicht. Die Proteste nach dem Tod von George Floyd haben mich inspiriert. Wir brauchen Proteste in Marion. Es gibt viel Rassismus hier und viele Leute schwören noch heute nicht dem Ku-Klux-Klan ab.

Travon Brown an Demo.
Legende: Travon Brown mit Megafon an einer Demonstration von «Black Lives Matter». ZVG

Ich bin vor sechs Jahren mit meiner Mutter und Schwester aus Mississippi, wo viele Schwarze leben, hierhergezogen. Es war ein Kulturschock. Ich hatte noch nie in einer mehrheitlich weissen Gegend gelebt. Als afroamerikanischer Junge, der hier aufwächst, wirst du angesehen, als ob du untergeordnet bist.

Vor sechs Monaten war ich noch ein ganz normaler Teenager, der Leichtathletik machte und Musik spielte. Aber dann ist im Schnelldurchlauf alles anders gekommen. Ich kann am 3. November nicht wählen gehen, da ich erst am 7. November 18 Jahre alt werde. Das bricht mir mein Herz. Ich bin so reif, wählen zu gehen.»

Christian Yingling, Kommandant einer Bürgerwehr aus Alexandria, Pennsylvania

Christian Yingling in seinem Haus.
Legende: Der Marine-Veteran Christian Yingling bezeichnet sich selbst als Unruhestifter. SRF

«Ich kaufte kürzlich diesen Schalldämpfer für mein Sturmgewehr und bemalte ihn im Camouflage-Stil. Dann ging ich auf die Schiessanlage und nach einem Magazin hat sich wegen der Erhitzung die Farbe des Dämpfers gewandelt, zu Rosarot. Und das ist definitiv nicht meine Lieblingsfarbe.

Ich bin ein Unruhestifter – und mag Vorschriften nicht. Ich bin Amerikaner und will selbst bestimmen, was ich tue.

Christian Yingling mit Sturmgewehr.
Legende: Christian Yingling mit seinem Sturmgewehr – mit unfreiwillig eingefärbtem rosa Schalldämpfer. SRF

Das Coronavirus ist nicht viel schlimmer als eine normale Grippe, ich trage keine Maske, wenn ich nicht unbedingt muss. Ich glaube, ich hatte das Virus schon. Ich war ziemlich krank, meine Frau auch. Ich habe mehrere Male mit meiner bewaffneten Miliz gegen die Lockdown-Massnahmen in Pennsylvania protestiert. Es ist verdammt richtig, wenn die Gouverneure Angst vor uns haben. Sollen sie! Wir sind die Herren hier, und sie befinden sich im öffentlichen Dienst. Man muss Politiker auf ihren Platz verweisen, wenn sie ihre Macht missbrauchen.

Das Land befindet sich an einem Wendepunkt. Die Lockdown-Massnahmen sind klar politisch motiviert, orchestriert durch die demokratische Partei. Die Demokraten wollen unsere Regierungsform zerstören. Nur das Volk kann die Verfassung schützen.

Ich organisiere eine Bürgerwehr, weil ich ein Patriot bin. Und, weil ich die Armee vermisse. Und weil ich sonst wahrscheinlich durchdrehen würde.

Was die Polizisten in Minnesota George Floyd angetan haben, ist zweifellos ein Verbrechen. Sie hätten sofort verhaftet werden sollen. Aber dann ist das Ganze aus dem Ruder gelaufen. Es gibt Rassismus gegenüber Afroamerikanern, aber er ist längst nicht so verbreitet, wie behauptet wird. Aber es ist Wahljahr und deshalb spielen die Demokraten die Rassenkarte aus.

Ich werde Präsident Trump wählen. Er vergreift sich manchmal im Ton, aber er meint, was er sagt, und ich finde es gut, was er wirtschaftlich für das Land geleistet hat. Er wird hundertprozentig siegen. Vor vier Jahren lagen die Umfragen auch falsch.

Man muss Politiker auf ihren Platz verweisen, wenn sie ihre Macht missbrauchen.

Was Trump nicht verstanden hat, als er die Armee gegen Protestierende einsetzen wollte, ist das Prinzip der ‹Posse Comitatus›. Das US-Militär darf keine Einsätze im Inland ausführen, ausser der Kongress bewilligt diese. Ich warne alle, die dafür weibeln. US-Soldaten werden zu einem einzigen Zweck ausgebildet – um zu töten. Ich organisiere eine Bürgerwehr, weil ich ein Patriot bin. Und weil ich die Armee vermisse. Und weil ich sonst wahrscheinlich durchdrehen würde.»

Logan Rubenstein, Schüler aus Parkland, Florida

Logan Rubinstein vor dem Haus seiner Eltern in Parkland, Florida.
Legende: Logan Rubinstein vor dem Haus seiner Eltern in Parkland, Florida. SRF

«Den 14. Februar 2018 werde ich nie vergessen. An diesem Tag tötete ein Schüler an der Marjorie Stoneman Douglas Highschool in Parkland 17 Menschen. Als Oberstufenschülerinnen und -Schüler darauf die Bewegung ‹March For Our Lives› gründeten, habe ich mich ihr ohne Zögern angeschlossen. Nichtstun kam für mich nie in Frage.

Mittlerweile leite ich die Ortsgruppe der Bewegung und bin stellvertretender Programmchef für Florida. Im letzten August organisierte ich mit anderen einige Protestaktionen vor lokalen Filialen der Supermarktkette Walmart, wo Waffen und Munition verkauft werden wie Lebensmittel oder Kleider. Nach drei Monaten zeigten unsere Proteste Wirkung. Walmart hat seither keine scharfe Munition mehr im Sortiment.

Logan Rubinstein.
Legende: Logan Rubinstein geht auf eine Schule, an der ein Amoklauf 17 Menschenleben kostete. Seit der Tat engagiert er sich aktiv für strengere Waffengesetze in den USA. ZVG

Ich engagiere mich aber nicht nur für strengere Waffengesetze. Derzeit nehme ich regelmässig an Demonstrationen von ‹Black Lives Matter› teil. Zudem habe ich mit anderen Aktivisten eine Petition eingereicht, die fordert, mit einem Teil des Polizeibudgets zivile soziale Dienste zu stärken.

Mit meinem Engagement möchte ich mithelfen, eine gerechtere Welt zu schaffen.

In diesen Sommerferien arbeite ich für einen progressiven Kandidaten, der im November zum Bezirksstaatsanwalt des Broward County gewählt werden möchte. Im Herbst werde ich mich wohl auch für die Wahl von Joe Biden einsetzen, auch wenn ich es lieber gehabt hätte, wenn Elisabeth Warren die Kandidatin der Demokraten geworden wäre. Aber nun es gilt zu verhindern, dass Präsident Trump wiedergewählt wird.

Mit meinem Engagement möchte ich mithelfen, eine gerechtere Welt zu schaffen – eine Welt in der niemand Konkurs wegen zu hoher Gesundheitskosten anmelden muss. In Amerika sollte niemand Angst haben vor der Polizei. Und Jugendliche sollten zur Schule gehen können ohne zu befürchten, im Kugelhagel zu sterben. Auch wenn ich dafür meine ganze Freizeit hergeben muss, lohnt es sich. Es geht schliesslich um meine Zukunft.»

Sharon Block, Harvard-Arbeitsrechtlerin aus Cambridge, Massachusetts

Sharon Block am Rednerpult.
Legende: Sharon Block war Chefstrategin im Arbeitsdepartement der Obama-Regierung. Sie ist Direktorin des «Labor and Worklife»-Programms der Harcard Law School – hier während einer Rede für das Projekt «Clean Slate for Worker Power». ZVG

«Die USA stehen unter enormem Stress. Viele Menschen leiden. Die Krisen der letzten Monate haben die gesellschaftlichen Defizite in den USA klar zu Tage gebracht. Die Krise ist eine historische Chance, etwas Grosses und Bedeutendes zu unternehmen, die nicht jede Generation erhält. Aber das macht auch Angst, Angst der Herausforderung nicht gewachsen zu sein. Ich bin besorgt optimistisch.

Ich bin stolz darauf, was wir in der Obama-Regierung geleistet haben. Ich nenne meine Kolleginnen und Kollegen von damals meine Familie – meine berufliche Familie. Wir haben nicht alles durchgebracht, was wir wollten, aber die Richtung hat gestimmt. Die Wahl von Donald Trump war verheerend. Der Tiefpunkt meines Berufslebens.

Die Krise ist eine historische Chance, etwas Grosses und Bedeutendes zu unternehmen, die nicht jede Generation erhält. Aber das macht auch Angst.

Das hat uns Demokraten und Demokratinnen angestachelt, noch bessere Pläne für die Arbeiter und Arbeiterinnen zu entwickeln und besser zu kommunizieren, worin wir uns unterscheiden.

Die Rechte der Arbeitnehmenden in den USA sind stark geschwächt. Der Organisationsgrad der Arbeiterschaft ist heute kleiner, als bevor es das Recht gab, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Das zeigt doch, dass etwas fundamental falsch läuft. Man muss die konzentrierte Macht der Unternehmen eindämmen, indem man der Arbeiterschaft mehr Macht gibt –sonst wird es nie gelingen, die Wirtschaft fairer zu gestalten.

Der Augenblick für einen System-Wandel ist gekommen. Nun geht es darum, diesen Moment optimal zu nutzen.

Ich habe Vertrauen in Joe Biden. Ich habe acht Jahre lang mit dem Vize-Präsidenten nahe zusammengearbeitet, und ich weiss, wie sehr ihm das Wohl der Arbeiterschaft am Herzen liegt. Diesen Sommer wird das Team Biden noch nicht Schlüsselpositionen besetzen, sondern zunächst über Regierungsprogramme nachdenken, die Besetzungen werden automatisch daraus folgen.

Der Augenblick für einen Systemwandel ist gekommen. Nun geht es darum, diesen Moment optimal zu nutzen. Ich schaffe die rechtlichen Grundlagen, damit wir dazu bereit sind.

Ich bin eine Patriotin. Ich versuche meinen Beitrag zu leisten, damit wir unseren Bund vervollkommnen können, wie es in der US-Verfassung steht. Ich habe meine Karriere in den öffentlichen Dienst gestellt. Und dazu braucht es einen tiefen Glauben an das Land.»

Bertica Cabrera Morris, Unternehmerin aus Orlando, Florida

Bertica Cabrera Morris vor ihrem Haus in Orlando, Florida.
Legende: Bertica Cabrera Morris ist Vorstandsmitglied der offiziellen Unterstützergruppe «Latinos For Trump». SRF

«Als ich Donald Trump während des letzten Wahlkampfs zum ersten Mal getroffen habe, war mein erster Gedanke: ‹Der ist ziemlich derb!› Aber im Kontakt mit ihm habe ich dann einen sehr ruhigen und vor allem einen brillanten Menschen kennengelernt. Vor allem hält er ein, was er versprochen hat.

Bertica Cabrera Morris mit Donald Trump.
Legende: Bertica Cabrera Morris hat beim Wahlkampf 2016 Donald Trump kennengelernt – als «ruhigen und brillianten Menschen.» ZVG

Was nützen mir all die Politiker, die sich korrekt verhalten und geschliffen reden, wenn sie dann doch keine Resultate liefern? Trump ist eben kein Politiker, sondern ein Geschäftsmann. Er sorgt nicht nur für Recht und Ordnung, sondern garantiert auch die Wirtschaftsfreiheit. Das sind amerikanische Werte, die mir als Unternehmerin sehr wichtig sind.

Ich habe mein Beratungsunternehmen vor 27 Jahren gegründet. Zu meinen Kunden gehören viele Firmen, die sich für Aufträge der öffentlichen Hand interessieren. Dabei kommt mir mein grosses Kontaktnetz zugute. Der Senator von Florida, Marco Rubio, ist seit Jahren ein guter Freund von mir. Auch er hat wie ich kubanische Wurzeln.

Was nützen mir all die Politiker, die sich korrekt verhalten und geschliffen reden, wenn sie dann doch keine Resultate liefern?

Meine Familie musste Kuba in den 1960er-Jahren verlassen, als das Regime von Fidel Castro uns unsere Maschinenfabrik und unseren Landsitz weggenommen hatte. Mit nur einem Koffer mit Kleidern sind wir in den USA angekommen. Ich habe mir durch harte Arbeit alles selber aufgebaut. Dafür werde ich den USA ewig dankbar sein.

Dieses Land ist in Gefahr, wenn Joe Biden die Wahlen gewinnen sollte. Denn er muss der Linken viele Zugeständnisse machen. Und die wollen einen sozialistischen Staat errichten! Die Demokraten missbrauchen zudem die Corona-Pandemie, um der Bevölkerung unnötig Angst einzujagen. Ich bin sicher, nach dem Wahltag redet niemand mehr von Corona.

Es stimmt nicht, dass die Latinos automatisch die Demokraten wählen. Wir sind sehr konservativ. Und selbst die mexikanischen Handwerker in meinem Haus sagen, dass sie die Mauer an der Grenze befürworten. Deshalb wird Trump siegen. Ich bin stolz, dass ich es als Immigrantin geschafft habe, zur Delegierten der republikanischen Partei bestimmt zu werden.»

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Hermann Roth  (Dr. Wissenschaftler)
    Es spielt keine Rolle, ob der Demokrat oder der Republikaner gewählt wird, denn die Strippenzieher (Öl-Lobby, Waffenlobby, Pharma etc.) setzen auf beide Pferde.
    1. Antwort von Daniel Stüdi  (25-45)
      Es stimmt zwar, dass beide Kandidaten korrupt sind und sich unter deren Fuehrung kaum etwas verbessern wird.

      Bei Trump kommt jedoch noch persoenliche Korruption, unglaublich Unfaehigkeit, unverschleierter Rassismus, ein massloses Ego und ein demokratiefeindliches, autokrates, wenn nicht schon fast Neo-Faschistisches Gedankengut dazu.

      4 weitere Jahre Trump werden der USA sowie der ganzen Welt massiven, nicht wieder gutzumachenden Schaden anrichten.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Martin Luther King äusserte: "I have a dream",Frieden und Menschenwürde für alle. Weisse und Schwarze mögen alle als gleich wertvoll bezeichnet und behandelt werden. - Ich selber träume auch mit Travon Brown, dass die Schwazen endlich -nach Jahrhunderte langen Plagen - endlich gleich behandelt und geachtet werden wie die Weissen. Klar gibt es auch Gewalt Schwarzer gegen Weisse. Aber das Ungleichgewicht via Rassismus gegen Schwarze ist Tatsache und muss endlich ein Ende haben. Mit DT unmöglich!!
    1. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Nein, mit den Demokraten nicht..
    2. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Marti Müller: Sie scheinen allen Ernstes zu behaupten, dass Demokraten noch mehr rassistische Tendenzen haben als Republikaner... wirklich „originelle“ Geschichtserfindung von Ihnen...
    3. Antwort von Roger Stahn  (jazz)
      Sie übersehen jedoch, dass vor der COVID-19 Krise, die Arbeitslosigkeit in den USA im ganzen Land nahe einem 50-Jahrestief gelegen ist. Rekordtiefe Arbeitslosenquote ebenso für Afroamerikaner, Hispanic oder Latinos. Nicht nur Leo James Terrell (civil rights attorney) widerspricht Ihrer Ansicht, dass dies unter dem jetzigen US-Präsidenten nicht möglich wäre. Vergessen Sie nicht, dass die Republikaner die Sklaven befreiten und den Bürgerkrieg gegen die Konföderierten (Demokraten) gewonnen haben...
    4. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Ja, ich habe noch keine rassistische Rebuplikaner gesehen.
      Die Demokraten treiben die Spaltung voran, mit ihrer Idendity politics
    5. Antwort von Charles Grossrieder  (View)
      @ uvk in der US Geschichte waren meist die Demokraten pro Sklaverei und die Republikaner unter Lincoln dagegen. Lassen Sie sich von dem Wort Demokraten in den US nicht zu stark blenden, es ist eben nur das, ein Wort, Verbesserung fürs Volk gab es auch unter ihnen kaum. Geld und Macht gehen auch bei ihnen vor.
    6. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Grossrieder: Sie haben im grossen und ganzen Recht. Lincoln war tatsächlich republikanischer Präsident. Bedauerlicherweise hat sich die republikanische Partei von damals zu heute sehr nachteilig verändert - mit den Tea-Party und anderen fragwürdigen Vereinigungen. Vgl. zur Schweiz: In meiner Jugendzeit gab es viele respektabele, menschliche SVP-Leute; heute ist das anders mit dominanten Figuren wie CB, Köppel, Glarner u.s.w., die Menschlichkeit oft vermissen lassen.Eben: Tempi passati!
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Als Schüler genoss ich einen sehr ausgewogenen Geschichtsunterricht, gar nicht links gerichtet!. Aber in sehr sensibler Art hat er uns vermittelt, wie Jahrhunderte lang Weisse Schwarze versklavten und diskrimierten und wie in den 70-er-Jahren in den USA Schwarze immer noch als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden.-Heute ist es leider noch nicht viel besser, wie wir in den letzten Jahren erlebt haben. Und bedauerlich ist,dass v.a. rechts politisierende häufig den Rassimus sehr verharmlosen.