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Gaza-Konflikt eskaliert weiter
Aus Tagesschau vom 14.05.2021.
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Andauernde Kämpfe in Nahost Israel verschärft Angriffe auf den Gazastreifen

  • Israels Armee hat in der Nacht auf Freitag ihre Angriffe auf den Gazastreifen intensiviert.
  • Ein Sprecher erklärte, der Angriff habe einem Tunnelsystem im Gazastreifen gegolten. Eine Invasion habe nicht stattgefunden.
  • Der UNO-Sicherheitsrat will am Sonntag eine nächste Sitzung zum Konflikt zwischen Israel und dem Gazastreifen abhalten.
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Aus dem Archiv: Die Gewalt im Nahen Osten reisst nicht ab
Aus Tagesschau vom 13.05.2021.
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Israel hat am frühen Morgen erneut zahlreiche Luftangriffe und Artillerie auf den Gazastreifen abgefeuert. Raketenbeschuss aus Gaza folgte. Zudem liess das israelische Militär kurz nach Mitternacht in einem Tweet verlauten, dass Luft- und Bodentruppen den Gazastreifen angegriffen hätten.

Das israelische Militär hat inzwischen Details verlautbart: In der Nacht seien 160 «Luftfahrzeuge» von zwölf Geschwadern gestartet. Ihr Einsatz dauerte demnach rund 40 Minuten. Kein israelischer Soldat habe den Gazastreifen betreten.

Ziel des komplexen Angriffs sei ein Tunnelsystem der Hamas in dem Küstengebiet gewesen. Es werde «Metro» genannt. Dabei handele es sich um eine Art «Stadt unter der Stadt». Die Hamas habe Jahre in den Bau des Tunnelsystems investiert. Der Grad der Zerstörung sei noch unklar. Zur Unterstützung feuerten unter anderem Panzer von israelischer Seite auf Ziele im Gazastreifen.

Angriffe mit «grosser Intensität»

Bewohner des nördlichen Gazastreifens, in der Nähe der israelischen Grenze,
sagten, sie hätten keine Anzeichen von israelischen Bodentruppen innerhalb der Enklave gesehen. Sie berichteten aber von schwerem Artilleriefeuer und Dutzenden von Luftangriffen.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu twitterte derweil, das Land werde die Angriffe mit grosser Intensität fortsetzen.

Am Abend hatte die israelische Armee auch weitere Luftangriffe geflogen. Militante Palästinenser feuerten wiederum Raketen auf Israel ab – auch in Richtung des internationalen Flughafens bei Tel Aviv.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte zu den Angriffen: «Ich habe gesagt, dass die Hamas einen sehr hohen Preis zahlen wird.» Und weiter: «Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen und diese Operation wird so lange wie nötig weitergehen.»

Das israelische Fernsehen berichtete, es sei der heftigste und breiteste Angriff im Gazastreifen seit Beginn der Eskalation am Montag. Die Armee rief Israelis in den Grenzorten, die bis zu vier Kilometer entfernt vom Gazastreifen leben, dazu auf, sich bis auf Weiteres in Schutzräume zu begeben.

Massnahmen auf beiden Seiten

Verteidigungsminister Benny Gantz hatte zuvor angesichts der Eskalation die Mobilisierung von weiteren 9000 Reservisten genehmigt. Vor zwei Tagen hatte die Armee bereits 5000 Reservisten mobilisiert.

Im Gazastreifen starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 109 Menschen seit der Eskalation der Gewalt. In Israel wurden nach offiziellen Angaben bislang acht Menschen bei Raketenangriffen getötet. Die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas wird von Israel und der EU als Terrororganisation eingestuft.

SRF 4 News aktuell, 14.05.2021, 02:00 Uhr;

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Simon Graf  (Simon Graf)
    Was ich bei den Linken nicht verstehe, ist, dass sie die gleichen antisemitischen Parolen brauchen wie die Neonazis, wenn es um Israel geht. Darum bin ich schon lange kein Linker mehr, weil ich diese Heuchelei durchschaut habe. Man kann nicht in der Schweiz für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Religionsfreiheit einstehen und zur gleichen Zeit Israel kritisieren und die Hamas verharmlosen, die fordert, dass man alle Israelis und Juden auslöschen soll.
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Israël braucht Land immer mehr Land
    Die Bevölkerung wächst durch Zuwanderung aus Europa und Afrika
    Weltweit nimmt der Antisementismus
    zu Flüchtlinge gehen in das gelobte Land
  • Kommentar von Arno Reichert  (Guedron)
    Mein Verständnis für Israel ist schon lange aufgebraucht.