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Angriff auf Abtreibungsverbot Irlands Frauenrechte kommen vors Volk

Legende: Audio Volksabstimmung über Abtreibungsgesetz in Irland abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
01:51 min, aus HeuteMorgen vom 30.01.2018.
  • Die irische Bevölkerung soll über das Abtreibungsverbot abstimmen.
  • Ungeborene Kinder sind in Irland per Verfassungszusatz genauso in ihrem Recht auf Leben geschützt wie ihre Mütter.
  • Das macht Kritikern zufolge Abtreibungen faktisch unmöglich, selbst wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.

Nun sollen sich die Stimmberechtigten dazu äussern, ob dieser Verfassungszusatz gestrichen werden soll. Das teilte der irische Ministerpräsident Leo Varadkar nach einer Kabinettssitzung per Twitter mit.

Die Volksabstimmung soll im Mai oder Juni stattfinden. Das genaue Datum werde nach Beendigung der Parlamentsdebatten und den Abstimmungen im Unterhaus und Oberhaus verkündet; er sei aber zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden könne.

«Wir wissen, dass jedes Jahr Tausende irische Frauen – aus jedem Bezirk des Landes – für Abtreibungen ins Ausland gehen. Wir wissen, dass viele Frauen Abtreibungspillen per Post erhalten, um ihre Schwangerschaften zu beenden. Es gibt Abtreibung in Irland, aber sie ist nicht sicher, nicht geregelt und illegal», schrieb Varadkar.

Tweet des irischen Ministerpräsidenten Leo Varadkar

Falls sich eine Mehrheit für die Streichung ausspricht, hätte das Parlament die Möglichkeit, Abtreibungen bis zur zwölfte Schwangerschaftswoche zu legalisieren.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Liechti (Walimann)
    Verhütungsmittel jeglicher Art bieten keinen 100%-igen Schutz vor ungewollter Schwangerschaft, deshalb ist es gut, dass nun endlich auch in Irland ungewollt gezeugte Kinder abgetrieben werden dürfen.
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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Die meisten Irinnen gehen nach Grossbritanien, wo man bis kurz vor der Geburt noch abtreiben darf. Da ist doch eine nationale Abtreibungsregelung bis zur 12. Woche um einiges besser.
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  • Kommentar von Georg Walter (Wort)
    „Ungeborene Kinder sind in Irland per Verfassungszusatz genauso in ihrem Recht auf Leben geschützt wie ihre Mütter“ - gut so! - Abtreibung ist Tötung von ungeborenen Kindern zugunsten des Lebensrechts der Eltern. Meist: Ausbildung, Berufschancen, geeigneteren Zeitpunkt abwarten usw. In den seltensten Fällen geht es um die Gefährdung der Mutter an Leib und Leben. - Bei uns ist Abtreibung an der Tagesordnung. Eigentlich unmenschlich, oder?
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    1. Antwort von Samuel Röthlisberger (S.Roethlisberger)
      Zuerst den Artikel lesen, dann überlegen, dann schreiben. Defakto darf man nach meinem Verständnis dieses Artikels nicht abtreiben, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Wenn die Mutter stirbt ist das ungeborene Kind verloren. Es enden also zwei Leben, wo nur eins hätte enden müssen. Unmenschlich, oder? Abgesehen davon gingen diese Frauen einfach woanders hin und das wars.
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    2. Antwort von D. Thrum (Thrum)
      In Irland ist eine Frau wegen diesem Gesetz gestorben. Fuck this. Kann ja nicht sein, dass Frauen weniger Rechte haben sollen, als irgendwelche Föten oder Zygoten. Man kann nicht einmal von einer Leiche einfach so Körperteile entfernen, aber Frauen kann man zwingen ein Baby auszutragen. Was zum Kieker...
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